Gemeinderatswahl: „Das ist kein Hobby“. In Ulrichskirchen steigen drei in den „Ring“: Ernst Bauer, Herwig Daucher und Lorenz Gschwent.

Von Roxanna Schmit. Erstellt am 16. Januar 2020 (04:37)
Franz Bauer, Herwig Daucher, Lorenz Gschwent, Richard Leeb
zVg

Zur Wahl am 26. Jänner treten in Ulrichskirchen Ernst Bauer als bewährter Kandidat der ÖVP, Herwig Daucher als Spitzenkandidat der SPÖ und Lorenz Gschwent für das grüne Kleeblatt an. Richard Leeb gründete die Liste BEST.

Bauer will dort ansetzen, wo er aufgehört hat: „Wir wollen die Gemeinde für die Zukunft weiter gestalten.“ Dazu gehöre die Schaffung eines Kommunikationszentrums in Ulrichskirchen, die Erneuerung der Kinderspielplätze und die Förderung der Vereine.

Auch für das Klima sollen Maßnahmen gesetzt werden: Baumpflanzungen sind am Plan und die Park & Ride-Anlage soll mit einer Bike & Ride-Anlage erweitert werden. „Wir haben ein tolles Team aus erfahrenen Köpfen und jungem Denken. Gemeinsam wollen wir etwas erreichen“, lobt Bauer sein Team.

„Veränderung benötigt ein verändertes Wahlverhalten.“ Richard Leeb, Spitzenkandidat Liste BEST

Herwig Daucher, SPÖ-Spitzenkandidat, hat eine klare Meinung: „Bürgermeister sein ist kein Hobby, sondern ein Beruf.“ Mitreden im Gemeinderat statt nur mitstimmen ist für ihn der Schlüssel. Der pensionierte Verkehrspolizist steht für Sicherheit in der Gemeinde. Die Steigerung der Lebensqualität und der Klimaschutz gehören zum Programm. „Man sollte die Leute überzeugen, etwas für die Umwelt zu tun.“ Darunter fällt das E-Mobil und Carsharing. Um dem Gasthaussterben entgegenzuwirken, soll der Pfarrstadl zu einem Veranstaltungszentrum ausgebaut werden. Dauchers Motto für die Wahl ist: „Eine lebenswerte Gemeinde erhalten und verbessern.“

Zum zweiten Mal tritt Lorenz Gschwent für die Grünen an. Warum? In der Gemeinde fehle „jugendlicher Mut zu Ideen und die Möglichkeit, etwas verändern zu können, denn in unsere Gemeinde ist noch einiges zu tun“, findet Gschwent.

Zu seinen Zielen gehört es, das Jugendforum wieder zu beleben und mehr Diversität im Gemeinderat zu schaffen. Weitere Themen sind die Mobilität in der Gemeinde, Nachhaltigkeit, eine gesunde Ortsgemeinschaft und der Klimaschutz. Sein Motto: „Die Grünen braucht’s in der Gemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach.“

Die Liste BEST steigt mit Spitzenkandidat Richard Leeb in den Ring. Sein wichtigstes Anliegen ist „Schluss mit der Absoluten“, der Gemeinderat soll ausgewogener sein und mehr eingebunden werden. „Es muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. Um dies zu erreichen soll das Bürgermeisteramt neu besetzt werden.“

Weitere Punkte sind ein Gemeindeschwimmteich, Jugendbeteiligung, Eröffnung eines Bauernladens mit Produkten aus der Region und eine bessere Gesprächsbasis. Leebs Wahlspruch: „Veränderung benötigt verändertes Wahlverhalten.“