Kellergassen als lebendige Orte erhalten

Erstellt am 27. Juni 2022 | 05:02
Lesezeit: 2 Min
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Gesellige Runde: Christian Dvorak, Hilde Busch, Manfred Reich, Margit Kraus, Christian Faltenek, Christian Busch, Wolfgang Kraus, Elisabeth Lampart, Georg Lampart, Walter Pfundner, Traude Sprenger und Erwin Sprenger.
Foto: Michael Pfabigan
Kellerbesitzer richten nach und nach die Keller in der Paßleithen in Ulrichskirchen her.
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Kellergassen hat Ulrichskirchen mehrere, viele davon ruhen im Dornröschenschlaf. Im Baumgassl und der Paßleithen ist das anders: Dort bemühen sich rund 30 Personen rund um Obmann Walter Pfundtner, Leben in die Kellergasse zu bekommen.

„Die Paßleithen war nie eine klassische Kellergasse“, weiß Pfundtner. Presshäuser gebe es hier kaum, die Keller wären eher als Vorratskeller genutzt worden, der Wein war anderswo gepresst worden. Wie alt ist die Kellergasse? Die Kellerbesitzer schätzen, dass die Paßleithen um das Jahr 1870 entstanden sein soll.

In den vergangenen 30 Jahren begannen sie damit, ihre Keller herzurichten, um einerseits selber für diverse Feste für Freunde gerüstet zu sein, anderseits um Wanderern einen gefälligen Anblick der romantischen Gasse zu bieten: „Durstig ist noch keiner raus gegangen“, lacht der Obmann.

Die Paßleithen und das Baumgassl sollen keine Museums-Kellergassen sein, bei denen beim Aussehen alles so bleibt, wie es früher war: „Aber wir achten darauf, dass die verwendeten Baumaterialien in die Kellergasse passen“, sagt Pfundtner. Beispielsweise, dass Fenster Sprossen haben und keine PVC-Fenster sind.

Die Kellerbesitzer treffen sich zumindest monatlich, bei einem dieser Treffen entstand die Idee, die gesammelten Infos und alte Bilder in einem Nostalgiebuch zu vereinen. Waltraud Sprenger und Herbert Kraus sorgten dafür, dass die 400 Fotos aus der Zeit zwischen 1920 und 2020 in das Buch kamen.

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