Winzerschule: Abriss startet im März 2021. Die Winzerschule wird mit 11-Mio.-Euro-Investition fit für Schüler aus Poysdorf gemacht.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. Oktober 2020 (04:52)
Die Landwirtschaftliche Fachschule Mistelbach wird fit für die Fusion mit Poysdorf gemacht: Ab März 2021 wird der derzeitige Verwaltungstrakt abgerissen.
Michael Pfabigan

Der Landtag gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Zu- und Umbau der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach. Denn die muss räumlich und infrastrukturell fit für die Zukunft gemacht werden: Denn im Sommer 2022 soll aus den beiden Fachschulen Mistelbach und Poysdorf eine Schule werden - am Standort Mistelbach.

Insgesamt wird das Land NÖ 11 Mio. Euro in den Zu- und Umbau investieren, gebaut wird in mehreren Bauphasen, die erste Bauphase soll dann im Herbst 2023 fertig sein. „Gebaut muss auch während der Unterrichtszeit werden, das ist die größte Herausforderung“, sagte Landtagsabgeordneter Manfred Schulz als Berichterstatter im Landtag: „Das ist ein wichtiger Teil der Neuordnung des berufsbildenden Landesschulwesens“, sagte Schulz.

Klassenräume zu klein

Der Um- und Zubau ist deshalb nötig, weil einerseits die bestehenden Klassenräume nicht am heutigen Stand der Technik sind und die bestehende Schule schlichtweg zu klein ist: Denn die Schülerzahl wird sich mit Zusammenlegung der weiblichdominierten Poysdorfer und der männerdominierten Mistelbacher Fachschule verdoppeln.

In der ersten Baustufe sollen alle Räume für den Poysdorfer Teil der neuen Schule geschaffen werden. Dafür wird der ebenerdige Trakt mit drei Büros, unter anderem der jetzigen Direktion und dem, nicht der Norm entsprechenden, 1983 erbauten, Turnsaal abgerissen. Der neue Turnsaal, dann auch nutzbar als Mehrzwecksaal, wird in der zweiten Baustufe errichtet. „Schmerzlich, wir müssen dann wie die HTL auf andere Turnsäle ausweichen“, sagt Direktorin Veronika Schreder: „Aber es wird machbar sein.“

Die Lehrküche, Obst- und Gemüseverarbeitung und der Brotbackraum werden in räumlicher Nähe zur betrieblichen Küche im Erdgeschoß angeordnet. Der anschließende Servierraum und Besprechungsraum werden zu einem großen Raum verbunden. Praxisräume für die Hauswirtschaft sollen im Zubau untergebracht werden. Zusätzlich erforderliche Klassen werden im Obergeschoss des Zubaus neu errichtet.

Die Internatsräume bleiben wie im Bestand, werden aber aufgrund des geringeren Raumbedarfs um ein Geschoß reduziert.

Technische Gebäudeausstattung wird erneuert

Die technische Gebäudeausstattung des bestehenden Gebäudes muss zur Gänze erneuert werden. Die Energieversorgung der Schule erfolgt über Fernwärme. Der Zeitplan: Ab März 2021 soll abgerissen und mit dem Bau begonnen werden, 2022 wird mit der Sanierung und dem Umbau des bestehenden Schulgebäudes begonnen, im September 2021 sollen die Bauarbeiten beendet werden.

Wie geht es dann weiter? Neu errichtet soll auch der Veredelungs- und Vermarktungsbereich, der derzeit im alten Vierkanter untergebracht ist, werden. Dafür muss der Altbestand, in dem Heuriger und Bauerladen BauernArnt untergebracht sind, abgerissen werden. Während der Bauarbeiten dafür wird es aber immer Räume für Vermarktung und Heurigen geben, wird betont.