Ein Bild für jeden Ort im Weinviertel

Die Künstlerin Inna Pavlecka-Tumarkin aus Unterolberndorf startet ein Mega-Projekt und will alle Weinviertler Ortschaften malen.

Michael Pfabigan
Michael Pfabigan Erstellt am 07. Oktober 2021 | 05:13
Inna Pavlecka-Tumarkin
Künstlerin Inna Pavlecka-Tumarkin will eine umfassende Weinviertel-Aquarell-Galerie schaffen und jeden Ort malen.
Foto: Klaus Pavlecka

Da wir, ich und mein Mann Klaus, durch den Lockdown viel Zeit in unserer Heimat, dem Weinviertel, verbracht haben, machten wir viele Ausflüge in der näheren Umgebung und entdeckten dabei bisher uns unbekannte Orte“, erzählt Malerin Inna Pavlecka-Tumarkin: „Mit jeder Ausfahrt wurde uns die Schönheit und Einzigartigkeit der Region bewusster und wir begannen gezielt Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten zu suchen.“

In dieser Zeit reifte die Idee, alle Gemeinden und einen Großteil der Ortschaften mit einem Aquarell zu dokumentieren. „Ziel unseres Projektes ist eine momentane Zeitaufnahme des Weinviertels zu schaffen, die für spätere Generationen wertvoll ist“, sagt die akademische Malerin und Chefin des Kunsthauses Unterolberndorf.

Einheimische zeigen schönste Plätze

Im ersten Schritt wurden alle Bürgermeister der Weinviertler Gemeinden besucht und ihnen das Projekt vorgestellt. Danach soll es mit Menschen aus dem Ort und Gemeindevertreten einen Spaziergang durch den Ort geben, bei dem die schönsten Plätze gezeigt werden. Tumarkin wird dann von dem Gesehenen vor Ort oder im Atelier mehrere Bilder malen.

Aus diesen werden dann Ortsbewohner ein Hauptbild auswählen: „Das wird dann digitalisiert und als Kunstkarte der Gemeinde überlassen“, sagt die Künstlerin. „Wenn wir eine Gemeinde, eine Kleinregion bzw. eine Leaderregion abgearbeitet haben, soll es eine Wanderausstellung in den Gemeinden geben“, denkt die Unterolberndorferin weiter: Parallel dazu soll es Workshops mit den örtlichen Schulen und interessierten Bewohnern geben, um dabei bei kreativen Experimenten die Schönheit des jeweiligen Ortes hervorzuheben. Ziel soll dann eine große Präsentation der Bilder im Landhaus in St. Pölten sein.

Bereits 60 Gemeinden besucht

Bis jetzt wurden 60 Gemeinden bereist: „Wir wurden von den Gemeindevertretern ausnahmslos nett empfangen, durften nette und überaus interessante Informationen über die Geschichte der jeweiligen Ortschaften aufnehmen und auch eingebrachte neue Ideen zu unserem Projekt mitnehmen“, erzählt Inna Pavlecka-Tumarkin: „Nie vergessen werden wir die extra für uns gebackenen Kardinalschnitten im Leaderbüro Hollabrunn.“

Für die freischaffende Künstlerin wird dieses Projekt die intensivste kreative Tätigkeit ihres bisherigen Schaffens werden. „Durch die Vielzahl der Gemeinden und Ortschaften wird mich das Thema einige Jahre beschäftigen – aber ich freue mich schon auf die vielen Begegnungen, die Spaziergänge und kreativen Umsetzungen“ sagt das Energiebündel Inna Pavlecka-Tumarkin.