Bester Kaffeesieder hat Titel verteidigt. Der Unterstinkenbrunner Nikolaus Hartmann wurde zum zweiten Mal in Serie Barista-Staatsmeister.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 11. Februar 2015 (05:44)
NOEN, zVg
Nikolaus Hartmann bei den österreichischen Baristastaatsmeisterschaften/brewers cup in der Ottakringer Brauerei. Er trat zum 2. Mal an und wurde zum 2. Mal österreichischer Staatsmeister.

Kaffee ist seine große Leidenschaft: Deshalb nahm der amtierende Staatsmeister Nikolaus Hartmann nun zum zweiten Mal im Rahmen des Vienna Coffee Festivals bei den österreichischen Baristastaatsmeisterschaften/brewers cup in der Ottakringer Brauerei teil. Und er wurde zum zweiten Mal Staatsmeister!

Zweistufiger Wettbewerb mit eigenem und fremdem Kaffee

Wie lief der Bewerb ab? „Ich musste in einem zweistufigen Wettbewerb drei Tassen mit drei gleichen Filtermethoden zubereiten. In der 1. Stufe mit fremdem Kaffee und in der 2. Stufe mit eigenem Kaffee. Dazu hatte ich mit Präsentation gerade mal zehn Minuten Zeit. Bewertet wurden dann Geschmack, Konsistenz, Präsentation und natürlich die fachliche Kompetenz“, berichtet Nikolaus Hartmann.

Dabei legt er Wert darauf, sowohl bei der Röstung, als auch bei der Zubereitung Bio-Kaffee von Kleinstbetrieben zu verwenden. Dazu nahm er drei Kilo Restmengen aus der Gesamternte von nur 40 Kilo aus den nördlichen Hängen des Santa Ana Vulkans der Region Buenos Aires im Nordwesten von El Salvador. Geröstet wurde dieser Kaffee übrigens in seiner eigenen Rösterei in Unterstinkenbrunn.

Zu den Bewerben begleitet ihn seine Freundin Verena, die heuer auch teilnahm und den sechsten Platz erreichte. Auch immer dabei, seine lustige Schürze der jungen Modedesignerin Olivia Cobaxin Antele mit ihrem Label „oLoco“.

„Baristaschürze für meine spezifischen Anforderungen entworfen"

„Diese Baristaschürze ist so etwas wie ein sich immer weiter entwickelnder Prototyp, der für meine spezifischen Anforderungen entworfen wurde. Er stellt den ästhetischen wie auch funktionellen Zugang von oLoco dar“, erklärt er das Design.

Beim Wettbewerb sei er in der ersten Runde entspannt gewesen - in der zweiten Runde aufgeregt und heiter, erzählt er stolz. „Ich konnte er es gar nicht glauben, dass ich nun zum zweiten Mal Staatsmeister bin, denn die Konkurrenz war sehr gut vorbereitet und ist mit Spitzenkaffees angetreten“, freut er sich.

Mit dem Sieg hat er sich nun für die Weltmeisterschaft, die im Juni in Göteborg stattfinden wird, qualifiziert. Dafür bereitet er sich bereits jetzt vor und ist derzeit in Nürnberg, um an einer Kaffeeverkostung eines Kaffeefarmers aus El Salvador teilzunehmen.