Freiwillige spielen Wächter der Wege. Freiwillige achten auf die seltenen Naturdenkmäler.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 11. Mai 2019 (13:03)
Susanne Bauer
Damit die Unterstinkenbrunner Hohlwege nicht zuwachsen und dieBesucher hier spazierengehen können, bedarf es vieler freiwilliger Helfer, die sich um den Hohlweg kümmern: Thomas Hartmann, Christian Kaudela, Josef Fischer und Franz Hartmann.

Zwei Hohlwege verbinden den kleinen Ort Unterstinkenbrunn mit der Loamgrui, dem Kellerdorf, und treffen an der höchsten Erhebung beim Blauen Kreuz aufeinander.

Nur wenige Hohlwege im Weinviertel sind noch begehbar, oder werden gepflegt wie diese. Beide Hohlwege wurden 1998 zum Naturdenkmal erklärt. Im Jahr 2000 fand hier auch das erste Hohlwegfest statt. Zu diesem Anlass wurden von Franz Sam insgesamt vier Hohlweg-Wächter entworfen, von Christian Kaudela aus Kupfereiche zugeschnitten und aufgestellt. Nach 20 Jahren sind diese, welche die Hohlwege aus der Vogelperspektive zeigen, nun schon in die Jahre gekommen, umgefallen und vor allem die Schilder waren stark verwittert.

„Hier im Hohlweg herrscht so gutes Klima und es leben hier viele Insekten – ein Ort zum Entspannen und Erholen.“ Christian Kaudela

Kaudela entschloss sich kurzerhand, diese Wächter wieder herzurichten und neue, witterungsbeständige Schilder zu montieren. „Hier im Hohlweg herrscht so gutes Klima und es leben hier viele Insekten – ein Ort so richtig zum Entspannen und Erholen“, kommt Kaudela ins Schwärmen. Viele Unterstinkenbrunner lieben diesen Ort, wo kleine Bänke zum Sitzen einladen und man mit der Seele baumeln kann.

Franz Hartmannn und Josef Fischer kümmern sich um diese Naturdenkmäler und haben beim Spazierengehen fallweise sogar eine Gartenschere mit, um dürre oder in den Weg wachsende Zweige rasch und ohne viel Aufwand abzuschneiden. So ist die Sicherheit gegeben, dass der Hohlweg nicht zuwächst, durch den die Leute früher sogar mit dem Pferdefuhrwerk durchfahren konnten, erzählt Franz Hartmann und berichtet auch, dass er neben Vögeln und Hasen sogar schon ein Wildschwein im Hohlweg gesichtet hat.