Klinikum Mistelbach: Primar Schwarz geht nach 15 Jahren. Nach 15 Jahren als Leiter der Unfallchirurgie verließ Primar Martin Schwarz mit Jahresende das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf. Sein Nachfolger wird Abteilung zu einer Abteilung für Orthopädie und Traumatologie umwandeln.

Von Redaktion Mistelbach und Michael Pfabigan. Erstellt am 15. Januar 2021 (11:13)
Bei der letzten Primarärztesitzung des vergangenen Jahres wurde Primar Martin Schwarz (rechts) vom Ärztlichen Direktor Christian Cebulla und seinen Primarärzte-KollegInnen verabschiedet.
Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf

Er selbst bezeichnet sich als Unfallchirurg aus Leidenschaft, mit den Schwerpunkten Schulter- und Beckenchirurgie – nach 15 Jahren verlässt der Primar der Unfallchirurgie,

Martin Schwarz das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf. „Ich bin stolz dieses Klinikum 15 Jahre lang mitentwickelt zu haben und verlasse es mit einem weinenden und einem lachenden Auge hin zu neuen Herausforderungen in der Niederlassung und der Entwicklung eines Trauma- und Gelenkszentrums“, so  Schwarz.  

Primar Schwarz war nicht nur seit 2008 der Sprecher der Unfallchirurgen in Niederösterreich, sondern auch Fachärztereferent der Ärztekammer NÖ und Berater der NÖ Landesgesundheitsagentur.

Ergänzend zur Unfallchirurgie erwarb er auch das Facharzt-Diplom für Orthopädie und Traumatologie. 2019 gelang ihm die Zertifizierung des Landesklinikums als regionales Traumazentrum, denn „der Stellenwert der Traumatologie im neuen Fach Orthopädie und Traumatologie muss hochgehalten werden.“ Auch die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte war ihm stets ein Anliegen.

Der Ärztliche Direktor  Christian Cebulla dankte bei der letzten Primarärztlichen Sitzung des vergangenen Jahres Primar Schwarz für seine langjährige Tätigkeit und sein Engagement für das Landesklinikum und wünschte ihm alles Gute für seinen weiteren beruflichen Weg.

Die interimistische Leitung der Abteilung wird Oberarzt  Michael Konrad bis zur Bestellung eines neuen Primars übernehmen.  Die Bewerbungsfrist für den Primariatsposten endete mit 11. Jänner.

Auf den neuen Leiter der Unfallchirurgie wird ein fachlicher Umbau der Abteilung zukommen: Denn in den nächsten Jahren soll die Orthopädie in die Unfallchirurgie zu einer Abteilung für Orthopädie und Traumatologie integriert werden. Diese neue Abteilung ist dann zuständig für die unfallchirurgische Versorgung der Region Weinviertel und soll die gesamte Breite des Faches inklusive der Versorgung großer, komplexer Verletzungsmuster bei polytraumatischen Patienten, Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen und Schädel-Hirt-Trauma-Patienten sicherstellen, heißt es in den Ausschreibungsunterlangen. Derzeit werden auf der Unfallchirurgie jährlich 43.000 Menschen unfallchirurgisch behandelt, stationär stehen 37 Betten zur Verfügung.