Laa: Natürlicher Schutz vor der Miniermotte. Die Stadtgemeinde Laa führt einen Versuchslauf einer neuen Methode zur Reduzierung des Baum-Befalls durch die Rosskastanienminiermotte durch. Dabei werden an den betroffenen Bäumen sogenannte Pheromon Fallen, Rosskastanienminiermotten-Fangstreifen (wieder verwendbar), angebracht. Der Lockstoff dieser Pheromon Fallen soll keine Nützlinge wie Bienen anziehen.

Von Redaktion Mistelbach. Erstellt am 04. Mai 2021 (18:02)
Dieser Versuch zur Bekämpfung des Befalls durch die Rosskastanienminiermotte wird in Laa am Mühldamm, im Kirchen- und Schillerpark durchgeführt.
Usercontent, Stadtgemeinde Laa

Nach dem Schlüpfen fliegen die Miniermotten zuerst knapp am Stamm, je nach Tageszeit, auf und ab. Deshalb wird der Fangstreifen als doppelte Flugbarriere konzipiert. Erst später fliegen die Motten in die Baumkrone und legen dort ihre Eier ab. In bisherigen Versuchen der Fa. Witasek Pflanzenschutz Gmbh konnte klar nachgewiesen werden, dass so eine beträchtliche Anzahl der Motten vorweg abgeschöpft wird und es weiterführend zu einem geringeren Befall kommt. 

„Jeder Baum in unserer Stadt ist wertvoll und soll vor Krankheit bewahrt werden. Gerade auch die schönen Kastanienbäume mit ihren prachtvollen Laubkronen bieten Schatten im Hochsommer, aber durch den Befall durch die Miniermotte bekommen die Blätter bereits im Frühsommer braune Flecken und sterben bis zum Spätsommer komplett ab. Durch diesen Versuch hoffen wir dem Befall entgegen zu wirken und gesunde Bäume mit dichten Kronen zu erhalten.“ gibt sich Bürgermeisterin Brigitte Ribisch hoffnungsvoll.

Im Sinne des grünen Manifestes – dem ganzheitlichen Ansatz zur Erhaltung der Biodiversität und Förderung der Nachhaltigkeit in der Stadtgemeinde Laa, wird hier dem grünen Gewissen für die Zukunft Laa auch weiterhin Rechnung getragen.