Einbrecherbande erst beim dritten Mal erfolgreich. Eine Bande erbeutete im Weinviertel Gegenstände im Wert von 10.000 Euro.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 02. Februar 2021 (15:03)
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In gleich drei Bezirken war eine Einbrecherbande Anfang Dezember 2020 unterwegs: Zunächst probierten drei Männer in ein Haus in Blumenthal, Bezirk Gänserndorf, einzubrechen. Von der Polizei wurden sie bei ihrer Tat insofern gestört, als dass der Fluchtwagen einer Fahrzeugkontrolle unterzogen wurde. Ein weiteres Mal versuchten sie in ein Haus in Guntersdorf, Bezirk Hollabrunn, einzusteigen; das wiederum verhinderte eine Alarmanlage, sodass sie auch diesmal wieder ohne Beute abzogen.
Letztlich „erfolgreich“ waren sie in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember in Ginzersdorf im Bezirk Mistelbach.

Dort erbeutete die dreiköpfige Bande unter anderem Goldmünzen, Uhren und Bargeld im Gesamtwert von 10.000 Euro. Für diese drei Taten war ein 26-jähriger Serbe vor dem Schöffensenat in Korneuburg angeklagt. Vor der vorsitzenden Richterin Xenia Krapfenbauer gab der zweifache Vater seine Taten auch unumwunden zu: „Ich bin schuldig und das stimmt alles.“

Somit sei ihm auch klar gewesen, dass er Mitglied einer kriminellen Vereinigung gewesen sei, fragte ihn die Richterin. Auch das bejahte er. Der Hintergrund der Frage war, dass seine Mittäter in einem abgesonderten Verfahren verurteilt wurden, einer davon wegen 40 einschlägiger Delikte.Es ist anzunehmen, dass die Verbrecherbande in wechselnder Besetzung arbeitet, um ihren gewerbsmäßigen Verbrechen nachzugehen.

Der angeklagte Serbe hat auch bereits eine eindeutige Biografie, wenngleich er bisher in Österreich unbescholten war. In Belgien wurde er 2014 und in Deutschland 2015 wegen Einbruchs verurteilt, zuletzt am 25. Mai 2020 in Wuppertal; das Urteil lautete auf sechs Monate bedingt. Für seine Taten im Weinviertel wurde er durch einen „anklagekonformen Schuldspruch“ vom Schöffensenat zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.