Hobersdorf: Küchenvielfalt mit Wild und Kürbis. „Wildherz, Zunge und Hokkaido“, „geschmortes Schulterscherzl vom Weinviertler Hirsch mit Emmerreis und Kübris“ oder „Topfenmousse mit Kürbisragout“ - die Topwirte Roland Krammer aus Hobersdorf, die Haubenköche Matthias Herbst aus Hanfthal, Harald Pollak aus Unterretzbach und der Wulzeshofener Markus Bsteh zeigten im Hobersdorfer Neunläuf, was man aus Wild und Kürbis köstliches und neu definiert zaubern kann.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 16. September 2020 (07:02)

 „Es geht nicht darum, Großmutters Rezepte nachzukochen, sondern Produkt und Rezept neu definieren“, sagt Johannes Pleil vom Weinviertel Tourismus. Im Rahmen der „Weinviertler Küchenvielfalt“ hatte der Weinviertel Tourismus vor einigen Jahren begonnen, Weinviertler Gerichte zu sammeln. „Denn wenn ich wo hinfahre, dann will ich etwas essen, das dort typisch ist“,sagt Tourismusmanager Hannes Weitschacher und freute sich, Produzenten, Gastronomen und Vermarkter auf den open Air Tanzboden im Neunläuf versammelt zu haben: „Das fühlt sich fast ein bisschen wie Tafeln an“, lachte er: Das Flaggschiff des kulinarischen Weinviertler Tourismus war heuer aus Coronagründen abgesagt worden.

Was ist das Ziel Weitschachers? „Wenn man an Spargel, Kürbis, Wild und Blunzn denkt, dann soll man automatisch an das Weinviertel denken“, sagt der Tourismuschef.

Unter den Gästen: Wilfersdorfs Bürgermeister und Winzer Josef Tatzber, Leader-Regions-Chefin Christine Filipp, Kürbisproduzent Robert Holzer aus Neubau, Florian Steinwendtner von der Gutsverwaltung Schönborn und Elena Huber aus Pellendorf als Wildveredlerin, sowie eine Abordnung des Verbandes der Köche Österreichs unter Obmann Michael E. Schneider und OKV-NÖ-Obmann, der Hobersdorfer Peter Löscher. Und für den passenden Wein sorgte Uli Hager, Geschäftsführerin des Weinviertel DAC mit den Weinen ihrer Marke: „Ein guter Weinviertel DAC kann besser zum Wild passen, als ein Roter“, ist sie überzeugt.