Bürger planen mit. Die Bewohner der Kothwiesensiedlung erarbeiteten Lösungsvorschläge gegen Überschwemmungen.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 16. September 2014 (08:05)
Die Bewohner der Kothwiesensiedlung erarbeiteten detaillierte Vorschläge, die die Gemeinde jetzt konkret prüfen will.
NOEN, Christian Martin

Ende August schwamm Wilfersdorf regelrecht. Eine Sturzflut ungeahnten Ausmaßes hatte vor allem die Kirchbergsiedlung und noch viel ärger die Kothwiesensiedlung in Sturzbäche und anschließend in schlammige Morastwüsten verwandelt. Dabei kamen viele Häuser der Bewohner der beiden Siedlungen arg zuschaden. Einige Bewohner stehen nun vor dem Nichts.

Das darf nicht wieder passieren, dachten sich unter anderem auch einige Bewohner der Kothwiesensiedlung, und sie haben, mit Christian Martin an der Spitze, einen Vorschlag ausgearbeitet, wie rasche Abhilfe zu schaffen sei, um künftig die Bewohner ihrer Siedlung vor so einem Unwetter nachhaltig zu schützen. Die Prioritäten dieses Vorschlages sind rasche Umsetzbarkeit und Preisgünstigkeit.

„Vorschläge werden nun von Fachleuten geprüft"

Bürgermeister Josef Tatzber zu diesem Vorschlag: „Das ist bestimmt eine sehr gute und interessante Sache und ich freue mich besonders über das Engagement dieser Wilfersdorfer aus der Kothwiesensiedlung.“ Überhaupt gebe es auch einige andere Vorschläge von Bürgern und auch von den politisch Verantwortlichen, um das Hochwasserproblem zu lösen.

„Da dringender Handlungsbedarf besteht, haben wir alle Vorschläge gesammelt und sie werden nun von Fachleuten auf Sinnhaftigkeit, Finanzierbarkeit und Machbarkeit geprüft. Rasch soll es dann Ergebnisse geben, die wir im Rahmen einer Bürgerversammlung den Wilfersdorfern vorlegen werden und die dort dann nochmals diskutiert werden können“, sagt Tatzber. Ziel sei und bleibe die rasche Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen, letztendlich sei der Schutz vor solchen Katastrophen oberstes Gebot.


Lösungsansätze

  • Errichtung eines Auffangbaches zwischen Mistelbacher Straße und Gleiskörper

  • Errichtung eines Auffangbeckens zwischen Mistelbacher Straße und Siedlung

  • Tieferes und gleichmäßigeres Ausbaggern des bestehenden Baches, Reinigung jedes Frühjahr

  • Verschließen des Rohrdurchlasses, um das Wasser aus der Kellergasse nicht in die Siedlung zu spülen

  • Neuer Überlauf vom Auffangbecken in den Bach bzw. in die Zaya, keine Verjüngung der Rohre wegen Rückstaugefahr