ORF filmt bei Sperrmüll-Sammelaktion. Umweltgemeinderat Kohzina erhofft sich mehr Verantwortungsgefühl in Wilfersdorf.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 13. Oktober 2020 (16:55)
Umweltgemeinderat Josef Kohzina und Vizebürgermeister Gerhard Strasser sind zu Recht ver-ärgert über dieillegale Entsorgung von Müll in derfreien Natur.
GemeindeWilfersdorf

Wie in ganz Österreich ist es in unmittelbarer Vergangenheit in Bullendorf zu massiver illegaler Entsorgung von beträchtlichen Mengen an Sperrmüll in der freien Landschaft gekommen.

Ein aktuelles Beispiel: Im Frühjahr hat vor allem ein einzelner neuer Bürger sein Haus im nordöstlichsten Weinviertel entrümpelt und den Müll in der Natur illegal entsorgt. Die Müllspur zog sich bis vor Wien. Größtenteils war das Gemeindegebiet von Wilfersdorf betroffen.

Übeltäter überführt

Sehr oft können die Übeltäter überführt werden. So geschah es auch in Wilfersdorf. Der ursprüngliche Besitzer des entsorgten Sperrmülls wurde durch Indizien im Müll bald ausfindig gemacht. Illegale Müllentsorgung ist längst kein Kavaliersdelikt mehr. Zusätzlich ist mit empfindlichen Strafen zu rechnen. Bis zu 42.000 Euro beträgt der Strafrahmen, der verhängt werden kann.

Die Vorfälle sind Anlass für den ORF, im Zuge eines neuen Sendeformats, „A-Team für Österreich“, Bewusstsein für eine sachgemäße Entsorgung zu schaffen und damit die Situation vor Ort zu verbessern. Deshalb hat die Wertstoffsammelstelle in Bullendorf (Kreuzung B47, B48) am Ortsende von Bullendorf am Mittwoch, 21. Oktober, von 17 bis 22 Uhr, in der „Langen Nacht des Sperrmülls“ geöffnet. An diesem Tag kann Sperrmüll gratis abgegeben werden und die Mitarbeiter der Gemeinde werden gemeinsam mit dem „A Team für Österreich“ diese Aktion betreuen.

ORF-Kamerateams dokumentieren Aktion

Kamerateams werden diese Aktion für einen späteren Sendetermin (Mittwoch, 21 Uhr, Ende November), dokumentieren. Josef Kohzina, Umweltgemeinderat in Wilfersdorf, begrüßt die ORF-Aktion und erwartet sich dadurch eine Steigerung des Verantwortungsgefühls: „Man kann nicht einfach Müll in der Natur entsorgen, nur weil es bequemer erscheint, als den legalen Weg, der ja in ausreichendem Maß angeboten wird, zu nutzen.“

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