Benefiz-Match für die kleine Lilli. Die kleine Lilli aus Obersulz braucht eine teure Fördertherapie, um sich weiterentwickeln zu können. Mit einem Tennismatch griff man der Familie unter die Arme.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 15. August 2018 (04:00)
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Die Frohnatur Lilli zog die Tennisspieler mühelos in ihren Bann: Christoph Krenn, Ferdinand Bammer, Siegfried Bammer mit Lilli, Viktor Gernot und die Organisatoren Michael Jedlička und Florian Ladengruber.

Wenn Bundesheer-Oberst Michael Jedlička und Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber ausspannen wollen, treffen sie sich für ein Tennismatch. Und während man im Frühjahr zwischen zwei Sätzen Schmäh führte, kam den beiden die zündende Idee: Warum nicht einmal ein Tennisturnier veranstalten, mit dem man Gutes tut?

„Ich habe schon einiges in Sachen Benefiz gemacht“, erzählt Jedlička. Doch ein Charity-Tennisturnier war auch für ihn etwas Neues. Und schnell war jemand gefunden, der dringend Hilfe benötigt: „Ich wusste, dass der frühere Gaweinstaler Vizebürgermeister Ferdinand Bammer eine Enkeltochter hat, die zwei Mal im Jahr eine Fördertherapie braucht. Leider werden seit 2017 alle Anträge der Familie an die Krankenkasse zur Kostenübernahme abgelehnt, da Lilli nur zwei Mal alle vier Jahre einen Anspruch auf diese Therapie hat“, schildert Jedlička. Die Sechsjährige ist eine wahre Kämpfernatur:

Während der Schwangerschaft haben sich die Gebärmutter und die Nabelschnur gelöst, dadurch war Lilli lange ohne Sauerstoff und eigentlich eine Totgeburt. Doch die Kleine ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte um ihr Leben. Heute ist Lilli ein fröhliches Mädchen, das jedoch viel Hilfe braucht. „Sie kann nicht essen, trinken, sich waschen, sitzen oder gehen. Sie braucht eine Fördertherapie, um sich weiterzuentwickeln“, so Jedlička.

„Die Idee ist bei einem Spiel im Frühjahr entstanden. Wir wollten etwas Gutes in Verbindung mit Tennis tun.“Michael Jedlička

Es brauchte also nicht viel Überzeugungsarbeit, um die Freunde der beiden Tennisfans für das Benefizmatch nach Wilfersdorf zu locken. „Ein Freund ist sogar aus der Steiermark gekommen!“, ist Jedlička begeistert. Mit dabei war auch sein prominenter Bruder Viktor Gernot und der Obersulzer Christoph Krenn, Weltmeister im Rackleton. Gespielt wurden Doppel, die Spieler wurden dabei vom Team der Tennisanlage bestens betreut. Gewonnen haben schlussendlich Karl Hammer und Wolfgang Kralicek, beide vom Bundesministerium für Landesverteidigung.

„Es ist eine schöne Summe zusammengekommen!“, freuen sich Ladengruber und Jedlička über das Ergebnis. Einen satten Zuwachs erhielt die Summe durch eine Spende des Transportdienstleisters „nox nachtexpress“. „Wir haben jedes Jahr ein Sozialprojekt, heuer unterstützen wir Lilli“, so Alexander Oppolzer aus Schrick.

Lillis Papa Siegfried Bammer und Opa Ferdinand konnten ihr Glück gar nicht fassen, als ihnen bei der anschließenden Grillfeier die Spenden überreicht wurden. Auch Jedlička ist mehr als glücklich: „Sensationell!“, freut er sich, dass die Idee aufgegangen ist.