Petition: Hundeabgabe-Erhöhung für Vierbeiner verwenden. Hundehalter in Wilfersdorf wollen die Einnahmen aus der Erhöhung der Hundeabgabe teilweise auch wieder für die Vierbeiner verwendet sehen. Bürgermeister versprach Unterstützung.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 05. Februar 2021 (04:26)
Doris Mayer überreichte an Bürgermeister Josef Tatzber eine Petition, die von 127 Personen unterstützt wird und die sich mit der Hundeabgabe befasst. Beim Gespräch danach wurde Übereinstimmung erzielt, die Truppe um die Sprecherin beim Thema Hundehaltung künftig einzubinden.
Gerhard Brey

Im Budgetvoranschlag 2021 der Großgemeinde war es notwendig, diverse Gebühren und Abgaben im Sinne der vom Land vorgeschriebenen Kostenwahrheit entsprechend anzupassen. Das betrifft auch die jährliche Abgabe, die für das Halten von Hunden vorgeschrieben ist.

Dabei ist die „Hundesteuer“ für Nutzhunde (6,54 Euro), gleich geblieben, für alle anderen Hunde wurde sie von 25 Euro auf 30 Euro angehoben und für die sogenannten Listenhunde von 65,40 Euro auf 120 Euro im Jahr. Es gibt insgesamt 220 Hunde in der Gemeinde, wovon ein Tier von der Abgabe befreit ist, 204 Hunde zu den „übrigen Hunden“ zu zählen sind, acht Hunde sind Nutzhunde und sieben Listenhunde.

„Wir wollen gerne mitarbeiten, damit sich unsere Hunde in Wilfersdorf wohl fühlen und damit auch mögliche Probleme erst gar nicht entstehen können!“ Doris Mayer, Initiatorin der Petition gegen Erhöhung der Hundeabgabe.

Nun hat sich auf Initiative der Wilfersdorferin Doris Mayer eine Initiative gebildet, die mit einer Petition gegen die Anhebung der Hundeabgabe Stellung nimmt und das mit acht Argumenten untermauert. Diese Petition wurde bisher von 127 Personen mit Unterschrift und Adresse unterstützt und das Konvolut am Freitag an Bürgermeister Josef Tatzber (ÖVP) im Gemeindeamt übergeben.

Da der Budgetvoranschlag aber inzwischen vom Gemeinderat beschlossen wurde, ist rein technisch ein Verzicht auf die Anhebung nicht möglich, wie die Überreicher der Petition zur Kenntnis nehmen mussten.

Im gut einstündigen Gespräch mit dem Bürgermeister kam schließlich heraus, dass es bei der Petition weniger um die Anhebung der Abgabe ging, sondern, dass mit dem Geld zweckgebunden mehr für die Hunde getan werden sollte.

Vereinfacht gesagt wünschen sich die Hundehalter vor allem dringlichst mehr Mistkübel fürs berühmte „Sackerl“. Auch mehr Sackerl-Spender wären von Vorteil, wobei Bürgermeister Tatzber informierte, das gerade jetzt zehn Mistkübel neu dazukommen.

Initiatoren wollen ihre Ideen einbringen

Ein weiterer dringlicher Wunsch ist die Errichtung einer Hundezone, wobei sich das Gelände zwischen Wilfersdorf und Hobersdorf, wo die Überlaufbecken bei der Zaya gebaut werden, ideal eignen würde. Ebenso wurde der Wunsch nach einem Trinkbrunnen für die Hunde geäußert.

Weiters wurde die Häufigkeit, mit der die Mistkübel geleert werden, diskutiert und der Wunsch der Gruppe um Mayer geäußert, künftig bei Entscheidungen betreffend Hunde und Hundehaltung in Wilfersdorf eingebunden zu werden.

„Wir wollen gerne mitarbeiten, damit sich unsere Hunde in Wilfersdorf wohl fühlen und damit auch mögliche Probleme erst gar nicht entstehen können“, so das Versprechen der engagierten Truppe um Doris Mayer.

Bürgermeister Josef Tatzber sagte seine Unterstützung zu und versprach, sich für die Anliegen, besonders die Hundezone betreffend, einzusetzen.