Sissy pur vor dem Schloss. Schlossfestival Wilfersdorf spielt heuer die Operette Sissy.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Juni 2018 (05:00)
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Regisseurin Eveline Schloffer, künstlerischer Leiter Gregor Sommer, Bürgermeister Josef Tatzber, Bühnenbildnerin Linda Rotschnik und Darstellerin Monika Zirngast.
Michael Pfabigan

„Egal ob Prinz Harry und Meghan heute oder Franz Josef und Sissy vor 160 Jahren: Die Leute wollen solche wahren Liebesgeschichten sehen“, ist Eveline Schloffer überzeugt: Das Schlossfestival Wilfersdorf spielt heuer die Operette Sissy.

„Wir haben ein Schloss, wir haben ein Rosenbeet davor, mehr brauchen wir nicht“

Entstanden ist die Operette 1932 nach dem Lustspiel „Sissys Brautfahrt“, das von Ernst und Hubert Marischka zuerst zur Operette und 1955 zu den bekannten Sissy-Filmen verarbeitet wurde. Wie Sissy wird die Operette? „Das kann man nur so spielen, wie es geschrieben ist. Da darf man nichts modernisieren, da müssen die Kostüme zur Zeit passen“, sagt Schloffer: „Außerdem hat das Stück eine derart schöne Sprache, dass Adaptionen gar nicht notwendig sind.“ Inszeniert wird so, wie es geschrieben ist.

In Sissy geht es um jene zwei Tage, in denen die junge bayrische Prinzessin nach Bad Ischl fährt, Franz Josef kennenlernt, sich verliebt und die Verlobung gefeiert wird.

Vom Stück ist Eveline Schloffer, die in den vergangenen Jahren die weibliche Hauptrolle gespielt hatte, begeistert, seit sie es selbst gespielt hat. „Am liebsten würde ich die Sissy selber spielen. Aber diese Zeit ist vorbei“, lacht sie. Stattdessen überzeugte sie den künstlerischen Leiter des Schlossfestivals, Gregor Sommer, heuer Sissy zu spielen: „Ein unglaublich witziges, facettenreiches Stück“, sagt der Kenner.

Erfolgreicher Karten-Vorverkauf

Auf großartige Kulissen wird heuer verzichtet: „Wir haben ein Schloss, wir haben ein Rosenbeet davor, mehr brauchen wir nicht“, sagt Schloffer. Nur goldene Säulen sorgen für mehr „k.u.k-ChaChaCha“.

Dass die Stückwahl eine gute war, beweist die Tatsache, dass der Kartenvorverkauf läuft wie noch nie: Für die meisten Vorstellungen gibt es nur noch Restkarten, eine Zusatzvorstellung musste bereits eingeschoben werden.

Was kann bei Sissy schiefgehen? „Dass Leute glauben, sie sehen bei uns das Musical“, lacht Sommer.

Karten sind im NÖN-Ticketshop erhältlich.