„Stärkere Windräder“ in Poysdorf. Neue und stärkere Windräder werden in Poysdorf zur Energiewende beitragen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 25. Juli 2020 (04:16)
Die Windkraft Simonsfeld feierte den Spatenstich für vier weitere Windräder im Windpark Wilfersdorf-Poysdorf: Stefan Hantsch, Alexander Hochauer, Thomas Grießl, Martin Steininger, Wolfgang Ecker, Leonore Gewessler, Karl Wilfing, Markus Winter, Stefan Moidl und Andreas Minnich.
Werner Kraus

Am Sonntag stachen Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Landtagspräsident Karl Wilfing symbolisch den Spaten zum Projektauftakt für vier Windkraftanlagen im Windpark Poysdorf-Wilfersdorf über den schönen Weinbergen.

„Die Vier-Mega-Watt-Anlagen werden unsere bisher ertragsstärksten Windräder sein und für rund 12.000 Haushalte Strom produzieren“, verkündete Markus Winter, der technische Geschäftsführer der Windkraft Simonsfeld, stolz. Der gesamte Windpark besteht aus insgesamt 26 Windrädern, welche 45.000 Haushalte versorgen.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betonte beim Spatenstich, dass sich Bund und Land großen Aufgaben in Sachen Klimaschutz stellen: Bis 2030 soll es in Österreich 100 Prozent erneuerbaren Strom geben und bis 2040 wird die Klimaneutralität angepeilt. Landtagspräsident Karl Wilfing betonte, dass bereits 2005 die ersten Windräder zwischen Wilfersdorf und Poysdorf errichtet wurden und die Bevölkerung dies immer sehr gut mitgetragen hat.

Dank der Wasserkraft hat Niederösterreich bereits 2015 das Ziel „100 Prozent erneuerbare Energie“ erreicht. Die Windkraft macht 32 Prozent des Energiemixes aus. „Allein ein Prozent mehr bringt 15 Prozent Wertschöpfung, die nicht für den Ölankauf in die arabischen Länder fließen, sondern im Land bleiben“, sagte NÖ Wirtschaftskammerpräsident Wolfgang Ecker dazu.

„Die Stadtgemeinde Poysdorf geht in Sachen Photovoltaik und Unterstützung der Windkraft mit gutem Beispiel voran“, unterstrich Bürgermeister Thomas Grießl. Stefan Moidl von der IG Windkraft betonte, dass seit mehr als fünf Jahren 320 Windräder bewilligt sind, die es noch zu bauen gilt. Leider sei man hier bei den vorangegangenen Bundesregierungen eher auf Stillstand gestoßen. Um den Strombedarf zu decken, sei die Windkraft aber unentbehrlich.