Wirt der Mistelbacher Martinsklause gibt auf. Josef Juen, Wirt in der Martinsklause wurde erstes gastronomisches Opfer der Coronakrise: Nach Einnahmensausfällen durch die Dauerschließung und nicht ausbezahlter Corona-Bundesförderung durch geriet er in Mietrückstand – der seit Juni 2020 laufende Vertrag wurde mit 26. Februar aufgelöst. Er reiht sich damit in eine Serie von Kurzzeitwirten am Wirtshaus am Stadtrand ein.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 22. Februar 2021 (17:13)
Wieder ohne Wirt: Martinsklause-Gastronom Josef Juen gibt auf, ein neuer Pächter wird gesucht.
Michael Pfabigan

Mit seinen zahlreichen Aktivitäten hatte der engagierte Wirt das das Wirtshaus am Stadtrand belebt, wie selten einer seiner Vorgänger. Und auch die Gäste waren mit der gebotenen Qualität der Speisen zufrieden.

Juen, der auch ein Wirtshaus in Ringelsdorf/Niederabsdorf und das Dorfwirtshaus Hörersdorf gepachtet hat, letzteres wird erst nach dem derzeitigen Gastro-Lockdown öffnen, gibt die Schuld an der finanziellen Lage  unter anderem den Verpächtern, die ihm eine coronabedingte Pachtreduktion versprochen, aber nicht eingehalten hätten. Der Vermieter verweist darauf, dass eine verminderte Pacht schon seit Juli 2020 verrechnet wurde, wenn Förderungen nicht eingelangt sind, dann ist das nicht seine Schuld.

Für die Besitzer des Ausflugswirtshauses am Rande des Stadtwaldes beginnt die Suche nach einem neuen Pächter von Neuem.