Die Weinviertelcard hat Charme. Weinviertelcard könnte künftig als Co-Partner für städtische Regionalkarten-Projekte fungieren.

Von Mariya Yatsentyuk. Erstellt am 24. März 2018 (04:45)
Karte mit Charme: Landtagsabgeordneter Kurt Hackl zusammen mit dem Verantwortlichen für die Weinviertel Bonus Card Thomas Ritter.
zVg

Bereits fünf Jahre schon gibt es die Weinviertelcard. Damals wurde sie im Rahmen der Landesausstellung 2013 nach einer Idee von Landtagsabgeordnetem Kurt Hackl von der Weinviertel Tourismus GmbH mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Niederösterreich ins Leben gerufen. Das Prinzip hinter der Gratiskarte ist einfach: Kartenbesitzer erhalten Ermäßigungen in Form eines Prozentsatzes des Einkaufes oder Eintrittes.

Der Bonus wird dann im Folgemonat auf die Karte gebucht und kann bei allen teilnehmenden Partnern eingelöst werden. Dadurch sollte einerseits die Kaufkraft für Weinviertler Produkte und Dienstleistungen gesteigert und andererseits das touristische Angebot im Rahmen des bargeldlosen Zahlungsverkehres optimiert werden.

Nun übernahm Projektmitarbeiter Thomas Ritter zusammen mit einem Partner in Sachen Buchhaltung die privatwirtschaftliche Verantwortung für die Weinviertel Bonus Card. „Ich war von der Idee von Anfang an begeistert. Deshalb stellte ich mich dieser Herausforderung“, erklärt Ritter.

„Ich war von der Idee von Anfang an begeistert. Deshalb stellte ich mich dieser Herausforderung“Thomas Ritter, Verantwortlicher für die Weinviertel Bonus Card

Ohne Unterstützung durch die öffentliche Hand fehlt dem Projekt jedoch das Budget für große Marketingaktivitäten.

„Eines ist aber klar: Die Zahlen die so generiert werden, sind beachtlich und stärken die Wirtschaft im Weinviertel“, erklärt Ritter weiter. In ihren fünf Jahren Bestehen konnten mit der Karte sieben Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet werden. Auch Kurt Hackl sieht die Karte, trotz Schwierigkeiten in der Betreuung, weiterhin als wichtigen Bestandteil des Weinviertels. Die Zukunft der Karte soll als Co-Partner für städtische Regionalkarten Projekte sein.

„Immer mehr Städte im Weinviertel spielen mit den Gedanken, digitale Regionalkarten einzuführen. Damit bleibt die Identität der Stadt erhalten. Das ist aber auch eine Chance für die Weinviertel Bonus Card, denn so eine Stadtkarte, inklusive der städtischen Dienstleistungen, kann gleichzeitig auch die Angebote und Funktionen der Weinviertel Bonus Card übernehmen“, erklärt Hackl.

Pfabigan

Das Motto lautet dann: mit einem speziellen Bonus in der eignen Stadt und gleichzeitig auch noch im ganzen Weinviertel einkaufen zu können.

Die Weinviertel Bonus Card ist eine Gratiskarte mit zahlreichen Vorteilen. Etwa 200 Wirtschaftsbetriebe und touristische Einrichtungen gewähren mit der Karte einen Bonus. Dieser wird dann auf die Karte gebucht und kann im Folgemonat bei allen teilnehmenden Betrieben eingelöst werden.