Debatte um Zugang zu Altstoffsammelzentrum. Die Forderung nach einer Schrankenanlage sorgte für Diskussion.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 03. Oktober 2019 (04:31)
Michael Pfabigan
Das Altstoffsammelzentrum in Mistelbach verfügt bereits über einendigitalen Zugang mit Schrankenanlage. Siehe Foto unten.

Da das Altstoffsammelzentrum nur je vier Stunden an drei Tagen geöffnet hat, sei dort des Öfteren ein Stau zu beobachten. Die ÖVP fordert daher eine digitale Zugangslösung, um der Problematik Herr zu werden, und wollte in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Grundsatzbeschluss erzielen. Doch damit stießen die Schwarzen auf Widerstand: Es gäbe laut Viererkoalition noch zu viele offene Fragen zu den ÖVP-Plänen und überhaupt sei der Beschluss nicht notwendig, so lange kein Geld ausgegeben wird.

Michael Pfabigan

Die Uneinigkeit sorgte im Gemeinderat für Diskussionen, auch wenn der Tagesordnungspunkt bereits einer der letzten war. Für ÖVP-Klubsprecher Martin Stöckl stand jedenfalls fest: Da das Altstoffsammelzentrum einen Posten mit 65.000 Euro im Nachtragsvoranschlag habe und die Thematik schon länger auf der Agenda der Gemeinde sei, sei jetzt Zeit zu handeln.

Für die Regenbogenkoalition stand hingegen fest: Die Pläne der ÖVP sind unfertig. Im Ausschuss sei das Projekt nicht detailliert genug vorgestellt worden, sagte Bürgermeister Dominic Litzka (Team Wolkersdorf). Ex-Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP) hatte wenig Verständnis für diese Kritik, denn es lägen bereits für Wolkersdorf angepasst Pläne vor. Per Beschluss wurde das Projekt zurück an den Ausschuss verwiesen.

Digitale Zugangslösung in Mistelbach

In Mistelbach verfügt das Altstoffsammelzentrum allerdings bereits über eine digitale Zugangslösung. Hier hat der Betreiber GAUM eine Schrankenanlage installieren lassen; jeder der die Müllgebühr bezahlt, erhält per Karte Zugang. Insgesamt hat der Betreiber auch positive Erfahrungen mit dem System gemacht, für den Grünschnittlagerplatz haben sich die Öffnungszeiten dank digitalem Zugang zudem verlängert.

Die Einführung des Systems war jedoch mit einigen Anfangsschwierigkeiten verbunden, in der Planung musste zudem die Kompatibilität der Software berücksichtigt werden.