Dominic Litzka ist neuer Stadtchef. Auch ein Schwarzer stimmte für den Team-Chef. Zukunft Anna Steindls (ÖVP) offen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 08. Mai 2019 (05:01)
Christoph Szeker
Die neue Stadtregierung von Wolkersdorf: Andrea Stöger-Wastell, Josef Siebenhandl, Martin Stöckl, Hermann Stich, Bürgermeister Dominic Litzka, Christian Schrefel, Vizebürgermeister Albert Bors, Gottfried Hirschbüchler, Isabell Duscher, Stefan Streicher und Gabi Grames.

Der Kampf um die Regierung in der Stadtgemeinde ist entschieden: Dominic Litzka (Team Wolkersdorf) gewann Montagabend die Wahl des Bürgermeisters mit 16 zu 12 Stimmen gegen Anna Steindl (ÖVP). Damit muss auch ein ÖVP-Mandatar Litzka gewählt haben. Denn bei der Regenbogenkoalition fehlte Karin Koller (SPÖ). Vizebürgermeister wurde Albert Bors (SPÖ).

„Ich freue mich, dass die notwendigen Schritte für die Konstituierung und die Arbeit für die Bevölkerung gesetzt sind“, sagte Litzka in einem ersten Statement. Ex-Bürgermeisterin Steindl sagte auf die Frage, wie ihre politische Zukunft aussieht: „Ich wünsche Wolkersdorf das Allerbeste.“ Im Vorfeld hatte sie angekündigt, nicht Teil einer ÖVP in Opposition sein zu wollen.

Neu ist, dass die Stadtgemeinde über zehn Stadträte verfügt. Gewählt wurden Gottfried Hirschbüchler, Josef Siebenhandl, Martin Stöckl, Gabi Grames, Andrea Stöger-Wastell (alle ÖVP), Hermann Stich, Isabell Duscher (beide Team Wolkersdorf), Stefan Streicher (MIT:uns), Christian Schrefel (WUI) und Albert Bors (SPÖ). Für welche Themen sie zuständig sein werden, wird in der nächsten Gemeinderatssitzung entschieden.

Kritik von Klubobmann Stöckl

Kritik am gegenüber der Ära Steindl vergrößerten Stadtrat kam von Martin Stöckl, Klubobmann der ÖVP: Er findet, dass die Regenbogenkoalition mit zwei zusätzlichen Stadträten mit Mehrkosten für die Steuerzahler starte. Michael Gadinger (MIT:uns) dementiert: „Es handelt sich um ein Nullsummenspiel, da Ausschussvorsitzende eingespart werden.“

Dass alles so glatt über die Bühne geht, war vor der Sitzung nicht sicher: Wie berichtet, griff die ÖVP die Idee auf, ihre Mandate nicht anzunehmen. Damit hätte sie erneute Neuwahlen erzwingen können. Laut Insidern soll ein Großteil der ÖVP-Kandidaten bereits die Verzichtserklärung unterschrieben haben.