Doppelvernissage: Die Kunst als Sprach-Brücke. Im Schloss stellen derzeit Břeclaver Künstler und drei junge Künstler aus. Die Kunst dient dabei als Brücke zwischen den Sprachen Tschechisch und Deutsch.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 25. Januar 2020 (05:45)
Bürgermeister Dominic Litzka, Břeclavs Vizebürgermeister Richard Zemánek sowie Susanne Ruttenstorfer-Schwelle, Stefan Streicher und Christian Schrefel besichtigten gemeinsam mit den Břeclaver Künstlern und Dolmetscherinnen die Ausstellung.
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Mit einer Doppelvernissage wurden am Freitag die Ausstellungen „Cesty – Wege“ und „Junge Kunst“ eröffnet. Erstere präsentiert die Werke von 17 Künstlern, welche in der Vereinigung der Břeclaver Künstler auf verschiedenste Weise Kunstwerke erschaffen. Die zweite Ausstellung führt den Besuchern im Schloss die Kunstwerke von Theresa Gössinger, Christina Theny und Angelo Karaconji vor Augen. Die drei kennen einander aus der Akademie der bildenden Künste und haben bereits in Eferding (Oberösterreich) ihre Werke ausgestellt.

Für Bürgermeister Dominic Litzka ist die Vernissage Beweis dafür, dass die Stadtgemeinde den Titel „kulturfreundlichste Gemeinde im Bezirk“ zurecht erhalten hat. Vor allem die Vielfalt in der Ausstellung der Břeclaver Künstler hat Litzka begeistert, diese sei selbst für Wolkersdorfer Maßstäbe – Menschen aus über 60 Nationen haben in der Stadt ihre Heimat gefunden – eine Seltenheit.

Litzka: „Grenzen nicht als Grenzen sehen“

Der Bürgermeister appellierte in seiner Ansprache, „Grenzen nicht als Grenzen zu sehen“, sondern diese vielmehr als Orientierungspunkte in der Zusammenarbeit zu betrachten. Organisatorin Susanne Ruttenstorfer-Schwelle verfolgte mit der Doppelausstellung zwei Ziele: die Nachbarschaft zu Břeclav zu pflegen und junge Künstler den älteren gegenüberzustellen.

Die Ausstellung der drei jungen Künstler ist in den Marek-Räumen des Schlosses zu besichtigen und umfasst Werke, welche sich etwa mit menschlichen Seinszuständen beschäftigen. Künstler František Schulz stellte im Saal des Schlosses die Ausstellung der Kunstschaffenden aus dem Nachbarland vor.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Wege: Wege zueinander ebenso wie die Wege des schöpferischen Suchens und Wachsens. Schulz freut sich besonders, dass die Ausstellung „Cesty – Wege“ im ehemaligen Hauptquartier Napoleons einen Platz gefunden hat.

In den Marek-Räumen sind die Werke der jungen Künstler Theresa Gössinger, Christina Theny und Angelo Karaconji ausgestellt.
Szeker

Anwesend war bei der Eröffnung der Ausstellung auch Břeclavs Vizebürgermeister Richard Zemánek. Er sprach mithilfe von Dolmetscherin Dagmar Kunert zu den Besuchern und hob die Notwendigkeit von Brücken zwischen den Sprachen Tschechisch und Deutsch hervor.

Der Kunst falle hier eine wichtige Rolle zu, da sie eine eigene Sprache sei. „Durch die Ähnlichkeit der Landschaft und des Lebens sind die künstlerischen Sprachen sehr ähnlich“, sagte Zemánek zu den Gemeinsamkeiten der Regionen Wolkersdorf und Břeclav.