Grüne bei der Wahl ohne Pass vorne

Erstellt am 24. Jänner 2023 | 12:01
Lesezeit: 2 Min
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Bei der Stimmenauszählung: Jana Schrenk, Nikola Gindl, Gerhard Köpf, Anna Tiefenbacher, Juan Josè Concepciòn Hernández Ibarra und Milena Bister.
Foto: Marlena Schilling
Menschen auf der Flucht dürfen nicht wählen, kritisieren Flüchtlingshelfer in Wolkersdorf.
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Von der Landtagswahl sind 11,3 Prozent derer, die in Niederösterreich leben, ausgeschlossen. Dagegen möchte die Flüchtlingshilfe Pillichsdorf gemeinsam mit SOS Mitmensch ein Zeichen setzen und veranstaltete am Samstag die „Pass egal Wahl“ im Emma Laden auf der Hauptstraße.

Anlässlich der Landtagswahl fand die „Pass egal Wahl“ in insgesamt neun Gemeinden in Niederösterreich statt. Dort konnten Niederösterreicher ohne österreichische Staatsbürgerschaft symbolisch ihre Stimme für die landesweit kandidierenden Parteien abgeben. Auch Menschen mit Pass durften eine Solidaritätsstimme abgeben. Die Demokratie-Aktion richtete sich gegen den Ausschluss von mehr als elf Prozent der Bevölkerung von der Wahl.

Insgesamt nahmen 76 Personen in Wolkersdorf diese Chance an und gingen am Samstag oft auch erstmals in Österreich wählen. In Wolkersdorf waren von den 76 Stimmen 51 Solidaritätsstimmen von Menschen mit österreichischem Pass. 23 Menschen hatten tatsächlich kein Wahlrecht in Österreich.

Das Wahlergebnis der 23 Personen: Elf von ihnen wählten die Grünen, fünf wählten jeweils die ÖVP und die SPÖ und zwei Personen wählten die FPÖ. Die NEOS erhielten keine Stimme. „Wir freuen uns, dass das Angebot so gut angenommen worden ist und so viele Menschen teilgenommen haben“, verrät Anna Tiefenbacher von der Flüchtlingshilfe Pillichsdorf.

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