Kampagne zog: Fast 50 Prozent ungültig. Volksabstimmung zum Veranstaltungszentrum. Aber: Gültige Stimmen sprachen sich für den Standort Withalmstraße aus.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 21. Oktober 2018 (19:10)
Szeker

49,9 Prozent der 2.333 Wähler sind dem Aufruf weiß zu wählen gefolgt. Damit sind mit 1.164 nur fünf Stimmen weniger ungültig als gültig.Von den gültigen Stimmen entfallen 77,2 Prozent auf den Standort Withalmstraße.

Vorerst scheint die Standortfrage zum geplanten Veranstaltungssaal in der Gemeinde damit entschieden. Einigkeit erzeugt das Ergebnis aber nicht. Während die Opposition einen Erfolg für sich beansprucht, nimmt die Bürgermeisterin Anna Steindl das Ergebnis als verbindend auf: Der Saal wird in der Withalmstraße gebaut. "Ich glaube, die Opposition hat sich mehr erwartet. Es wurde ein regelrechter Wahlkampf betrieben", so Steindl. Das Ergebnis sei ein klares Signal für den Standort Withalmstraße.

Schon in der nächsten Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch soll der Auftrag für den Architektenwettbewerb vergeben werden. Das sucht die Opposition zu verhindern: "Wir werden umgehend einen runden Tisch und die Absetzung des Tagesordnungspunktes fordern", so Christian Schrefel (WUI).

Aufallend für Opposition und Bürgermeisterin ist die niedrige Wahlbeteiligung: Nur 35 Prozent der Wolkersdorfer sind an die Urnen gegangen. "Weil die Bürgerbeteiligung beim Platz der Generationen missbraucht wurde", argumentiert Michael Gadinger (MIT:uns). Steindl ist der Ansicht, dass die Wolkersdorfer das aggressive Boykottieren nicht mochten