Machbarkeitsstudie: Pfarrzentrum wird untersucht. Standort hat es in die Machbarkeitsstudie geschafft, aber wird ohne sein Umfeld analysiert.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 27. Juni 2018 (04:00)
Im Mittelpunkt der Diskussionen: Das Pfarrzentrum ist jetzt doch Teil der Machbarkeitsstudie.
Szeker

Wieder ein schwerer Brocken auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vergangener Woche: der geplante Veranstaltungssaal. Diesmal wurde über den potenziellen Standort Pfarrzentrum diskutiert und ob das unmittelbare Umfeld in der Machbarkeitsstudie mit berücksichtigt werden soll oder nicht.

Aber: Sollte das Pfarrzentrum tatsächlich Eingang in die Machbarkeitsstudie finden, nachdem ein entsprechender Antrag von Roland Gube (ÖVP) in der vorletzten Sitzung von Teilen der ÖVP und der SPÖ blockiert wurde? Grund für diese überraschenden Wendungen ist die Auskunft der Pfarre, wonach diese weiterhin an der gemeinsamen Realisierung eines Projekts interessiert sei.

Steindl: "Hatten zweijährigen Dialog mit Pfarre"

Dies bewegte die Gemeinderegierung rund um Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP) zur Positionsänderung.

Die vergangene Ablehnung, welche die ÖVP dem Pfarrzentrum entgegenbrachte, begründet sie in der Sitzung allerdings wie folgt: „Wir haben einen zweijährigen Dialog mit der Pfarre geführt, in welchem wir zu dem Schluss kamen, dass wir getrennte Wege gehen.“

Vizebürgermeisterin Andrea Stöger-Wastell (ÖVP) zweifelt auch weiterhin an der Umsetzbarkeit eines Veranstaltungssaals an diesem Standort: „Der Eigentümer des Grundstücks neben der Pfarre wäre unklug, wenn er dieses für einen einmaligen Zuschlag verkaufen würde.“

Dieses Nachbargrundstück müsste die Gemeinde aber tatsächlich erst erwerben, um über genug Platz für einen Saal, welcher bis zu 500 Leute fassen soll, zu verfügen. Das Pfarrzentrum ohne dieses Umfeld zu berücksichtigen, sei allerdings sinnlos, da dieses allein „zu klein ist“, wie Richard Pleil (MIT:uns) anmerkt.

Litzka: "Umfeld berücksichtigen"

Keinen Schaden darin, das Umfeld mit zu berücksichtigen, sieht zudem Gemeinderat Dominic Litzka (ÖVP), welcher befindet: „Ohne das Umfeld ist das Pfarrzentrum für mich nicht richtig analysiert.“ Denn in einem größeren Konzept könnten mit einem Veranstaltungszentrum auch zentrumsnahe Parkplätze in beispielsweise einem Parkdeck geschaffen werden.

Das Ergebnis der Abstimmung, mit knapp einstündiger vorangegangener Diskussion: Der Gegenantrag der ÖVP, das Pfarrzentrum ohne Umfeld für die Machbarkeitsstudie nachzureichen, wurde von ÖVP und SPÖ beschlossen.

Allerdings erfuhr der Hauptantrag von MIT:uns, das Pfarrzentrum samt Umfeld zu analysieren, neben der Zustimmung von MIT:uns und WUI auch die Zustimmung der Gemeinderäte Dominic Litzka, Johannes Rinnhofer und Roland Gube – abgelehnt wurde er trotzdem. Ebenso erging es einem beinahe wortgleichen WUI-Antrag. Auch hier stimmten die ÖVP-Mandatare aus der Stadt-Partei mit der Opposition mit.


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