Wolkersdorf im Weinviertel

Erstellt am 29. Dezember 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Ratgeber für Hunde-Angsthasen als Cartoonband. Cartoonband setzt sich auf lustige Weise mit den Ängsten der Menschen vor Hunden auseinander. Für die Autorinnen war der Produktionsprozess auch Angsttherapie.

Neues Buch für Hunde-Angsthasen: Yvonne Lacina-Blaha (Autorin), Katja H. Wolf (Österreichischer Kynologenverband), Elisabeth Semrad (Cartoonistin).  |  Tanja Hofer

„Keine Sorge, er will nur spielen!“ „Könnten Sie mal bitte nachsehen, ob mein Bein noch dran ist?“ „Ach, das hat er ja noch nie gemacht!“ Manch einer begegnet dem besten Freund des Menschen mit Skepsis.

In ihrem „Angsthasenbuch“, haben sich Yvonne Lacina-Blaha und die Wolkersdorferin Elisabeth Semrad, zwei ORF-Journalistinnen, mit der Angst vor dem Hund auseinandergesetzt. Denn auch Semrad hat Angst vor Hunden, weil sie als Kind einmal von einem Hund gebissen worden war. Und Lacina-Blaha wollte ein Buch über die Angst vor Hunden schreiben: „Für mich war es auch ein wenig Selbsttherapie“, gesteht sie.

„Ich muss mich, anders als beim journalistischen Arbeiten, nicht an Fakten halten.“

Journalistin Elisabeth Semrad übers Cartoon-Zeichnen.

„Wir alle lieben Hunde – und wir alle kennen Menschen, die Angst vor Vierbeinern haben“, sagt Semrad: „Das Buch ist ein charmantes Geschenk für all diese Menschen, denen wir ein Stück von unserer Begeisterung mitgeben wollen.“

Für Lisa Semrad, Tochter des Fotografenmeisters und Fotokünstlers Otto Semrad, ist es das erste Buch mit Cartoons von ihr, wiewohl ihre Zeichnungen regelmäßig im Satiremagazin Titanic und in mehreren Cartoon-Bänden des Holzbaum Verlages erschienen sind.

Lacina-Blaha, Katja H. Wolf

Wie kam die Journalistin, die kurz auch für die Mistelbacher NÖN geschrieben hatte, zum Cartoonzeichnen? „Durch meinen Freund“, sagt Semrad: „Er hat auch Cartoons gezeichnet. Als ich einmal Ideen für einen Cartoon hatte, meinte er: Zeichne sie dir doch selber!“

Kindlicher Zeichnungsstil, Humor für Erwachsene

Ihren Zeichenstil würde sie auf den ersten Blick als lieblich und kindlich bezeichnen: „Wenn man aber die Sprechblasen dazu liest, dann merkt man, dass das auf alle Fälle Humor für Erwachsene ist“, lacht die Wolkersdorferin.

Wo ist der Unterschied zwischen Journalistin und Karikaturistin? „Das Zeichnen ist für mich eine Art Hobby, weil es mich entspannt. Da ich noch auf Papier male und nicht am Computer, hat es etwas sehr Meditatives an sich“, sagt Lisa Semrad: „Ich muss mich, anders als beim journalistischen Arbeiten, nicht an Fakten halten oder objektiv sein.“

Auf dem Blatt dürfe der Humor außerdem ein bisschen böser sein. „Als Journalistin informiere ich die Menschen, als Cartoonistin unterhalte ich sie, im besten Fall!“, genießt Semrad die Freiheiten des Stilmittels. Dass sie vielseitig ist, hat die junge Autorin bereits bewiesen, als sie das frackingkritische Theaterstück „Schwarzer Veltliner“ geschrieben und aufgeführt hat.

Mehr von den Werken aus der Feder Elisabeth Semrads gibt´s übrigens unter www.facebook. com/elisabethsemradcartoons.

Lacina-Blaha, Katja H. Wolf