Telekom-Boom geht weiter. Mobilfunk-Ausstatter SPL Tele plant neuen Standort im Wirtschaftspark Mistelbach.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 20. November 2019 (06:00)
SPL-Tele-Chef Rudi Schütz plant den Sprung nach Mistelbach, nachdem das Haupthaus (oben) voll und der Neubau in Wolkersdorf mit der Breitband-Sparte gefüllt ist.
Michael Pfabigan

Derzeit baut Mobilfunk-Ausstatter SPL Tele seine neue Halle im Wirtschaftspark Wolkersdorf - der mittlerweile zweite Standort im ecoplus-Gelände: „Wir haben mittlerweile ein Sechstel der Fläche für SPL Tele“, lacht Chef Rudolf Schütz.

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Das Unternehmen war 2013 als Siemens-Buyout nach Wolkersdorf übersiedelt, bereits zwei Jahre später musste die erste Erweiterung gesetzt werden, um dem stark expandierenden Unternehmen Platz zu bieten. Im Bauteil 3, dem neuen Gebäude hinter dem Rupert Fertinger Werk, wird der gesamte Breitband- und Digitalisierungs-Block des Unternehmens gebündelt werden.

Das ist notwendig, weil SPL Tele ein großer Player bei der Digitalisierung des deutschen Telefonnetzes geworden ist: „Deutschland ist beim Breitbandausbau um Jahre hinten“, sagt Schütz: Während in Österreich der Ausbau des modernen 5G-Netzes läuft, wird im deutschen Netz derzeit beides gleichzeitig gebaut.

SPL Tele siedelt sich in Mistelbach an

Cluster, in denen das geschieht, müssen koordiniert und abgestimmt werden: „An einem Einzelstandort fallen da schon mal zehn Umbaumaßnahmen parallel an“, sagt Schütz. Vor 18 Monaten erteilte ein Telefonanbieter dem Wolkersdorfer Unternehmen den Auftrag, diese Arbeiten für sie zu koordinieren: „Dank eines ausgeklügelten Digitalisierungssystems haben wir uns dabei gegen große Anbieter durchgesetzt“, sagt Schütz.

„Das SPL-Tele-System erkennt selbstständig, welche Maßnahmen an welchem Standort notwendig sind, und welche Schritte an den 25.000 verschiedenen Standorten als Nächstes gemacht werden müssen. Damit sind wir einzigartig in Europa“, ist Schütz stolz auf die Entwicklung aus seinem Unternehmen.

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Und den nächsten Coup hat der Wildendürnbacher Rudolf Schütz schon in der Tasche: „Wir werden auch im Wirtschaftspark Mistelbach-Wilfersdorf einen Standort bauen.“ Geplant sind Firmenwohnungen und eine Zusammenbauhalle für Telekommunikationsanlagen.

„Wir bekommen die Anlagen in riesigen Sattelschleppern. Die werden bei uns komplett zerlegt und eingelagert“, erzählt Schütz. „Wenn wir einen neuen Standort aufbauen, werden die Anlagen dann wieder für die Anforderungen passend zusammengebaut. Denn jeder Standort schaut anders aus“, sagt der Wolkersdorfer Unternehmer.