Veranstaltungssaal: Kosten noch unklar. Parkplätze und Nebenräume sind wichtig, das Pfarrzentrum und der Zeitplan bleiben weiter ein Streitpunkt.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 08. Juni 2018 (05:00)
Szeker
Erster Vortrag über den Saal: Josef Schick, Ilse Höfenstöck, Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP) und Bernd Wiltschek

Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP), präsentierte vergangene Woche gemeinsam mit Josef Schick und Ilse Höfenstöck (Kulturvernetzung NÖ und NÖ Regional), sowie Bernd Wiltschek (Bundesimmobiliengesellschaft) erste Einsichten in den geplanten Veranstaltungssaal.

Auf dem Programm standen: die Erklärung, warum welche Standorte gewählt wurden, Impressionen verschiedener Veranstaltungssäle und ein Überblick des weiteren Vorgehens.

Fünf potenzielle Standorte sind derzeit für den Saal im Gespräch. Über eines sind sich die Wolkersdorfer in den Workshops dabei einig gewesen, erklärte Ilse Höfenstöck: „Der Saal soll sich im Zentrum befinden“, auch wenn das zu Parkplatzproblemen (rund 150 Parkplätze werden gebraucht) führen könnte.

„Der Zeitplan ist sehr optimistisch.“Bernd Wiltschek, Bundesimmobiliengesellschaft

Um Anregungen für den geplanten Saal zu sammeln, besichtige eine Gemeindedelegation acht Säle. Ihr Favorit war der Saal in Krieglach, welcher eine einseitige Galerie, eine einstiege Glaswand und 250 Parkplätze bietet. Wichtig für einen Veranstaltungssaal: „Uns wurde unisono mitgegeben, dass der Raum ebenerdig sein soll und viele Parkplätze sowie Nebenräume braucht“, so Steindl.

Bernd Wiltschek von der Bundesimmobiliengesellschaft umriss kurz den groben Zeitplan für das Projekt: Die Machbarkeitsstudie soll bis Ende Juni vorliegen, die Planerfindung wird dann circa vier Monate in Anspruch nehmen und ein Baubeginn ist eventuell noch 2019 möglich. Wiltschek merkte allerdings dazu an: „Das ist ein sehr optimistischer Zeitplan.“

90 Prozent für Stadtsaal

Warum die BIG sich überhaupt als geeignet für das Erstellen der Machbarkeitsstudie sieht? „Wir haben in den letzten fünf Jahren rund 300 Machbarkeitsstudien durchgeführt, circa 60 für Mehrzweckräume“, so Wiltschek. Der straffe Zeitplan sorgte aber dennoch für Empörung im Saal: Der ÖVP wurde vorgeworfen, das Projekt wegen der kommenden Wahlen so schnell voranzutreiben. Stadtrat Christian Schrefel (WUI) geht sogar noch weiter: „Nach meiner Analyse wackelt Steindl in der ÖVP, daher braucht Sie etwas, um sich zu halten.“

Für Diskussionen sorgte auch die finanzielle Frage: „Kann sich die Stadtgemeinde das Projekt leisten?“ Bürgermeisterin Steindl konnte allerdings den zu erwartenden Kostenrahmen nicht beziffern, es sei noch zu früh dafür. Jedenfalls sei bei dem Projekt mindestens mit Kosten über viereinhalb Millionen Euro zu rechnen.

Eins scheint aber sicherer zu sein als die Finanzierung: Die Wolkersdorfer wollen einen Stadtsaal, denn laut WUI-Umfrage mit 190 Befragten sprechen sich sogar 90 Prozent für den Saal aus.