Wirtschaftspark: Bald sind es 100 Firmen. Seit 2007 hat sich die Zahl der Unternehmen fast vervierfacht. Gründe dafür liegen in der attraktiven Gestaltung und der Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 19. August 2018 (05:00)
Christoph Szeker
Peter Lechner (Geschäftsführer ecocenter), Kurt Hackl (VP-Landtagsabgeordneter und ecoplus Aufsichtsrat) und Johannes Rinnhofer (ecocenter und ÖVP) sind darum bemüht, den Wolkersdorfer Wirtschaftspark attraktiv für Unternehmen zu gestalten.

„Wir verhandeln derzeit mit sieben Unternehmen. Ich gehe davon aus, dass im Herbst das hundertste Unternehmen im Wirtschaftspark einzieht“, überrascht Landtagsabgeordneter und ecoplus-Aufsichtsrat Kurt Hackl (ÖVP) im NÖN-Gespräch. Seit 2007 hat sich die Zahl der Unternehmen im Park beinahe vervierfacht. Derzeit sind 58 Hektar verwertet und 2.052 Mitarbeiter im Wirtschaftspark tätig.

Darüber zeigt sich auch Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP) erfreut: „Wir freuen uns, weil sich die Unternehmen wohlfühlen. Um das sicher zu stellen, achten wir auf ein gestrafftes Bauverfahren und die Gemeinde unterstützt die Unternehmen aktiv. Zudem haben wir immer darauf geachtet, dass das Ambiente passt. Deshalb ist es auch ein Wirtschaftspark und kein Industriegebiet.“

„Dank des Parks kann sich Wolkersdorf viel leisten und wir haben eine hohe Lebensqualität.“Kurt Hackl (ÖVP), VP-Landtagsabgeordneter

Ein Erfolgsrezept, das aufgeht: Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen war ein Grund dafür, dass der Wirtschaftspark zum Vorbild in NÖ wurde. „Ich denke, dass vor einigen Jahren niemand gedacht hat, dass der Park so ein Aushängeschild für NÖ wird“, ist Hackl überzeugt. Auch auf die Umwelt ist man eingegangen: Ein Landschaftskonzept hilft das Landschaftsbild zu bewahren – Weinberge zieren die Umgebung.

Darüber hinaus wurden Maßnahmen zum Hochwasserschutz gesetzt. „Damit es nicht wieder zu Überschwemmungen wie 2008 kommen kann“, betont Peter Lechner, Standortleiter des Wolkersdorfer Wirtschaftsparks. Alles in allem muss sich der Park somit nicht vor Besuchern scheuen: „Firmen haben bestätigt, dass das Gesamtbild schön ist. Sie können auch Kunden durch den Park führen“, erzählt Steindl.

Hackl: "Viele Arbeitsplätze mit wenig Fläche generieren“

Wenn die derzeitigen Verhandlungen gut laufen, „sind mit Jahresende wahrscheinlich nur noch zehn Hektar Betriebsfläche übrig“, so Hackl. Er spricht damit auch eine der Herausforderungen an, mit welchen man sich im Wirtschaftspark künftig konfrontiert sehen könnte: Sowohl Hackl als auch Lechner gehen davon aus, dass in fünf bis sechs Jahren der Platz zum Problem wird, weil er dann knapp wird. Das oberste Ziel sei im Wirtschaftspark jedoch Platz zu sparen: „Wir möchten viele Arbeitsplätze mit wenig Fläche generieren“, so Hackl.

Wichtig für das Stadtzentrum: „Es war von Anfang an ein Thema, dass sich im Wirtschaftspark keine Firmen im Handel ansiedeln. So wollten wir schon vor der Änderung der Raumordnung das Zentrum stärken“, erklärt Hackl. Zusätzlich wären die Steuereinnahmen, die der Gemeinde zugutekommen, ein „großes Asset“. Sie belaufen sich auf knappe zwei Millionen Euro im Jahr. Hackl: „Dank des Parks kann sich Wolkersdorf viel leisten und wir haben eine hohe Lebensqualität.“