Regional einkaufen: Plattform für Direktvermarkter. Die Gemeinde Staatz bietet ihren Produzenten gerne eine Plattform.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Dezember 2020 (03:31)
Peter Muck und Daniel Fröschl zeigen den neuen Selbstvermarkter-Stand der Familie Muck.
Marktgemeinde Staatz / Ingrid Fröschl-Wendt

Die Aktion der Marktgemeinde Staatz, ihre Direktvermarkter auf den sozialen Medien zu präsentieren, wird von den Produzenten gerne angenommen, auch die Zugriffe der Interessierten sind hoch.

Und immer wieder kommen neue Angebote dazu. Einer davon ist Peter Muck in Wultendorf, der neben den Naturgarten-Produkten, die seine Familie seit Jahren produziert, nun in einer Kühlbox vor dem Haus, Untere Dorfstraße 9, auch Erdäpfel anbietet.

Für Peter Muck ist dieses Service sowohl für Konsumenten, wie auch Produzenten sehr wichtig: „Durch meine Tätigkeit in der Landwirtschaftskammer kam ich auf die Idee, auch bei uns – rund um den Staatzer Berg – Erdäpfel zu produzieren. Diese Kultur passt hinsichtlich ihrer klimatischen Erfordernisse hervorragend in unsere Region. Mir ist es wichtig, meine Produkte unmittelbar an den Kunden zu bringen und sie nicht an den Großhandel zu verkaufen. Daher sind meine „Wultendorfer Erdäpfel“ rund um die Uhr in der Direktvermarktungsbox erhältlich, ich liefere auch gerne direkt nach Hause.“

„Mit diesen Verkaufsmöglichkeiten bleibt die Wertschöpfung in der Region, die Eigenversorgung wird verbessert und durch die kurzen Verkehrswege ist das Produkt klimafreundlich."Bürgermeister Daniel Fröschl

Peter Muck ist nämlich nicht nur selbst Landwirt, sondern berät auch im Rahmen der Landwirtschaftskammer und kennt die Sorgen und Nöte der Kollegen.

„Ich denke, die Kundinnen und Kunden wissen es zu schätzen, wenn sie Produkte direkt von den Bauern kaufen können und wissen, wer dahinter steht, anstatt diese anonymisiert im Supermarkt zu kaufen.“ Nach der Sorte Ditta überlegt er für das kommende Jahr, weitere Sorten anzulegen, um seinen Kunden eine größere Produktvielfalt bieten zu können.

Bürgermeister Daniel Fröschl freuen diese und ähnliche Initiativen und er kann dem Landwirt nur zustimmen. „Mit diesen Verkaufsmöglichkeiten bleibt die Wertschöpfung in der Region, die Eigenversorgung wird verbessert und durch die kurzen Verkehrswege ist das Produkt klimafreundlich. Noch dazu, weil hier angebaut wird, was in die Region passt. Für die Bauern kann Direktvermarktung ein wichtiger Einkommenszweig werden und für die Konsumenten ist flexibles Einkaufen möglich. Außerdem sieht er genau, wo das Produkt, sein Lebensmittel, herkommt.“