Bürgerprotest: Widmung bei Häuserzeile bleibt. Gemeinde wollte bei altem Sportplatz Pläne ändern. Jetzt wurde nur Spielfeld zu Bauland-Wohnen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 10. Oktober 2019 (08:17)
Michael
Der alte Sportplatz (rechts) wird zu Bauland-Wohngebiet, die Häuserzeile links bleibt Bauland-Agrar.Pfabigan

„Es wäre gescheiter, die Gemeinderatssitzung abzuwarten, bevor ihr einen Blödsinn auf Facebook schreibt!“ SPÖ-Stadtrat David Reiff konterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung frontal einen dringlichen proLAA-Antrag, wonach eine neue Vorgangsweise rund um Umwidmungen mit mehr Bürgerbeteiligung im Meinungsfindungsprozess gefunden werden müsse.

Hintergrund: Im Bereich des alten Wulzeshofener Sportplatzes hätten Sportplatz und die angrenzende Häuserzeile von Bauland-Agrar in Bauland-Wohngebiet umgewidmet werden sollen. Im Verfahren gab es dazu viele ablehnende Stellungnahmen der Anrainer: Man fürchtete, dass das Halten von Hühnern und Hasen dann nicht mehr erlaubt sei, dass die Grundsteuer steigen könnte und dass der dörfliche Charakter zerstört werde. Auch wenn die Gemeinde diese Sorgen alle zu entkräften versuchte, hatte die Stadt trotzdem entschieden, die Widmung bei den Häusern auf Bauland-Agrar zu belassen, nur der alte Sportplatz wurde Wohngebiet. Am alten Sportplatz wird dann die Bebauung bis zu Bauklasse 2 (bis acht Meter) in offener Bauweise möglich sein. Die Umwidmung wurde einstimmig beschlossen, der dringliche Antrag von proLAA schaffte es gar nicht auf die Tagesordnung.