Zombi-Opa und seine irre Familie. Die Theatergruppe Staatz spielt heuer die Komödie "Lass die Sau raus". Am Wochenende war Premiere.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Oktober 2019 (15:14)

Mordalarm im Hause Schneider: erst der Großvater und dann auch noch die Poldi. Und alles nur, weil militante Vegetarier zum Fleischboykott aufrufen. Die Theatergruppe Staatz lässt bzw. spielt heuer die Komödie „Lass die Sau raus“ von Andreas Wening. Am 19. Oktober war gelungene Premiere im Pfarrheim.

Die Besetzung: ein Traum. Cornelia Berthold scheint die einzig normale, die sich, neben Keppeleien mit ihrem Mann Andreas Böhm, mit ihren besten Freundinnen herumschlagen muss: die wunderbar tussig-beschränkte Melanie Schuhböck und Bühnen-Newcomerin Janine Waismayer als herumschnüffelnde Freundin, die aus Halbinformationen Mordgeschichten konstruiert. Wunderbar auch Thomas Schrödl als vermeintlicher Zombi-Opa vom Schlichtenberg. Wunderbar-rotzig Annika Rieder als Tochter des Hauses – für sie war es ebenfalls ihr Bühnendebüt. Hervorragend auch die Steyrer-Brüder: Sebastian als Lulu-Ehemann und Lukas als Fleischhacker.

Ist Melanie Schuhböck eine Garantie für schräge Auftritte, so ist Benjamin Lehner der Spezialist für die irren Rollen: Als Therapeutin Poldi Kaiser gibt er eine wunderbar verrückte Emanze, perfekt eingekleidet als Frau in seiner Konfektionsgröße. Warum eine Rockrolle für Lehner? „Alles andere hätte die Skurrilität zerstört“, sagt Ingrid Fröschl-Wendt, die wieder Regie führte und aus den bewährten Publikumslieblingen und Neulingen ein tolles Bühnenteam formte.

Fazit

Ein gelungener Abend mit vielen Lachern, zweideutigen Schweinereien und Meli Schuhböck und Benjamin Lehner in Hochform.

Karten & mehr

Weitere Vorstellungen: 25. und 26. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, 27. 10., 18 Uhr.


Karten: 0699 102 349 97 (tägl. 18 -20 Uhr) oder theatergruppe-staatz@gmx.at