CityJet heißt jetzt „Land um Laa“. Die erste moderne Zuggarnitur, die bis Laa fährt, erhielt den Namen der Region.

Von Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 30. September 2017 (05:00)
Ingrid Fröschl-Wendt
Die Bürgermeister des Landes um Laa tauften eine neue CityJet Garnitur auf den Namen „Land um Laa“: Josef Kerbl, Daniel Fröschl, Eva Maria Himmelbauer, ÖBB Regionalmanager Michael Elsner, Brigitte Ribisch, Manfred Schulz, Herbert Harrach, Karin Gepperth, Alois Mareiner.Fröschl-Wendt

Vom Rand der Welt in die Mitte Europas zu kommen, ist nicht so einfach. Die Bürgermeister des Landes um Laa freuten sich daher, diesem wieder einen Schritt näher gekommen zu sein.

Noch vor dem Beginn des Mobilitätsfestes am Laaer Stadtplatz wurde eine der neuen CityJet Garnituren, die seit Kurzem auch nach Laa fahren, der Regionalzug R24298, auf den Namen „Land um Laa“ getauft. Der Laaer CityJet gehört zu einer neuen Generation von Zugsgarnituren mit hohem Komfort, Niederflureinstiegen und 259 Sitzplätzen.

„Letztendlich führt das zu einer Verbesserung der Umsteigeknoten und einer Erhöhung der Fahrgastkapazitäten.“Michael Elsner, ÖBB Regionalmanager

„5,5 Millionen Reisende nutzen die Ostbahn“, sagte ÖBB-Regionalmanager Michael Elsner und wollte damit die Bedeutung, der bereits seit 1870 bestehenden Bahnstrecke, herausstreichen. „1.500 Ein- und Aussteiger pro Tag zeigen vom pulsierenden Leben am Endbahnhof. Bis 2020 sollen alle alten, blauen Garnituren gegen die modernen CityJets ausgetauscht sein.“

Und er ersucht um Verständnis für die Fahrplanänderungen: „Letztendlich führt das doch zu einer Verbesserung an den Umsteigeknotenpunkten und einer Erhöhung der Fahrgastkapazitäten.“

Ribisch: "Noch viel Entwicklungspotenzial"

Bürgermeisterin Brigitte Ribisch betonte die Bedeutung der Bahn für Laa. Der neue Bahnübergang sei schon ein wichtiger Schritt gewesen, der noch viel Entwicklungspotenzial für diesen Stadtteil enthalte.

Doch in all die Freude mischte sich auch eine Aufforderung: Denn obwohl die Ostbahn im 19. Jahrhundert ursprünglich als zweigleisige Bahnstrecke geplant wurde, ist sie bis heute erst bis Wolkersdorf ausgebaut. Außerdem verlief die alte Strecke ursprünglich bis Grusbach, dem heutigen Hrushovany, mit einer Umsteigemöglichkeit nach Brünn. Auch auf eine Reaktivierung dieses Gleises hoffen die Bürgermeister des Landes um Laa nach wie vor.