"Dorfgemeinschaften Wienerwald": Herzblut und Professionalität

Erstellt am 28. Juni 2022 | 06:32
Lesezeit: 4 Min
Seit 1997 ermöglichen die Dorfgemeinschaften Wienerwald mit der Dorfgemeinschaft Breitenfurt Menschen mit Behinderung, darunter auch Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf, ein geschütztes, selbst bestimmtes und inklusives Leben und Arbeiten.
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Nach der Eröffnung eines zweiten Standorts 2019 am Wienerwaldsee firmieren beide Standorte unter der Dachmarke "Dorfgemeinschaften Wienerwald". 120 Menschen wohnen und/oder arbeiten hier, rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit der medizinischen, pflegerischen sowie therapeutischen Betreuung betraut. 

Das Konzept der Dorfgemeinschaften gilt österreichweit als Best Practice und berücksichtigt alle relevanten Aspekte eines Wohn- und Betreuungskonzeptes: vom betreuten Wohnen in der Natur, über das Arbeiten, bis hin zu Regionalität und Tourismus. Darüber hinaus sind die Dorfgemeinschaften auch in der Ausbildung tätig: Rund 60 Personen wurden in den letzten 25 Jahren als Fach- und Diplomsozialbetreuer ausgebildet, 94 Personen absolvierten ein freiwilliges Soziales Jahr, 14 ein freiwilliges Umweltjahr.

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Der Auftakt des Festakts war einem Quintett der Wiener Philharmoniker vorbehalten.
Foto: Dorfgemeinschaften Wienerwald

Rund 600 Gäste waren am Samstagnachmittag zum Jubiläumsfestakt und einem vielfältigen Sommerfestprogramm gekommen, um den Dorfgemeinschaften Respekt und Wertschätzung zu zollen. Der hochkarätige Auftakt der Feier war einem Quintett der Wiener Philharmoniker vorbehalten, ehe Michael Mullan, Vorsitzender des Karl Schubert-Bauvereines das Mikrofon in die Hand nahm: "Unser Konzept wird seit 25 Jahren täglich neu mit Herzblut und Professionalität der Beteiligten erfüllt. Daher war es den Dorfgemeinschaften möglich, sich auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zu öffnen, für die es sonst bis heute keine überzeugenden Antworten auf die Frage nach einem gelingenden Leben in Teilhabe, Selbstbestimmung und Inklusion gibt“.

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Michael Mullan, Vorsitzender des Karl Schubert-Bauvereins, und Landtagsabgeordneter Martin Schuster.
Foto: Dorfgemeinschaften Wienerwald

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, dankte in ihrem Grußwort allen Personen und Institutionen, die die Dorfgemeinschaften Wienerwald ermöglicht haben: „Wer die Welt besser machen will, muss jeden Tag aufs Neue damit beginnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dorfgemeinschaften Wienerwald geben in dieser Hinsicht ein leuchtendes Beispiel.“ Vor allem aber wünscht sie den „Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie sich hier wohl und geborgen fühlen können.“

Auch Landtagsabgeordneter Martin Schuster, ÖVP, betonte, dass die Einrichtung "zu einem wichtigen und fixen Bestandteil des sozialen Netzes im Bezirk Mödling geworden ist Man spürt den ganz besonderen Geist, welcher von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tagtäglich gelebt wird".

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Breitenfurts Bürgermeister Wolfgang Schredl.
Foto: Dorfgemeinschaften Wienerwald

Breitenfurts Bürgermeister Wolfgang Schredl, ÖVP, schätzte sich glücklich, „diesen Wohlfühlort, der durch viele glückliche und zufriedene Gesichter nach außen strahlt, inmitten unseres Ortes zu haben.“ Bürgermeister Stefan Steinbichler, SPÖ, aus Purkersdorf zeigte sich „ehrlich beeindruckt von dieser visionären Kraft, die dieses Projekt auf die Beine gestellt hat, betreut, erhält und kontinuierlich ausbaut.“ 

Stellvertretend für alle Unterstützer und Spender sprach Mullan Eva Radinger von "Licht ins Dunkel" und Ilse Klingohr von "ORF Seitenblicke Nighttour" seinen besonderen Dank aus: „Seit vielen Jahren vermitteln Sie beide uns mit großer Treue und den großzügigen Spenden der Österreicherinnen und Österreicher die Sicherheit, dass wir hier gewollt, akzeptiert und geschätzt werden. Für dieses hohe Gut und Ihr großes persönliches Engagement unser allerherzlichster Dank! Sie haben Großartiges geleistet!“

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Michael Mullan und Andreas Heger, ein langjähriger Dorfbewohner.
Foto: Dorfgemeinschaften Wienerwald

Die Dorfgemeinschaften wollen dranbleiben: Mit dem "Projekt 2025" hat man in der Dorfgemeinschaft bereits vor 10 Jahren einen Weg der fachlichen Weiterentwicklung begonnen und alle Bestrebungen mit dem Ziel gebündelt, das Modell der Dorfgemeinschaft zu reformieren und fit für die Zukunft zu machen.

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