Rotes Kreuz Biedermannsdorf bekam Auto zum Jubiläum. Großes Fest und neues Fahrzeug anlässlich der Jubiläumsfeier der Rettungsorganisation in Biedermannsdorf.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. Juni 2019 (06:18)
Rotes Kreuz
Happy Birthday: Landesrettungskommandant Werner Kraut (l.), Bezirksstellenleiter Gerald Pitsch mit Torte, links von ihm Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck, rechts von ihm Bürgermeisterin Beatrix Dalos, Vizebürgermeister Sepp Spazierer, Peter Schiller, Landtagsabgeordneter Hannes Weninger, Michael Dorfstätter und Pfarrer Bernhard Mucha.

Die Liebe führte Gerald Pitsch von Perchtoldsdorf nach Biedermannsdorf. Er zählt zu den „Gründervätern“ der Rot-Kreuz-Stelle Biedermannsdorf, ist nach wie vor deren Leiter und erinnert sich an die Anfänge.

„Das erste halbe Jahr waren wir im 1. Stock der Raika untergebracht. Bis Ende des Jahres sollten wir aber ausziehen und in das Gebäude übersiedeln, wo damals die Post untergebracht war. Es gelang quasi in letzter Minute, einen diesbezüglichen Gemeinderatsbeschluss auf den Tisch zu legen. Am 13. Dezember 1994 bekamen wir die Schlüssel vom Postgebäude“, erzählt Pitsch.

Doch damit war die Odyssee der Rettungsstelle noch nicht beendet. Während die Post vor allem in Eigenregie an die Bedürfnisse des Roten Kreuzes angepasst wurde, stand 1998 wieder eine Übersiedelung auf dem Programm: Diesmal in das ehemalige Feuerwehrhaus, wo die Rettungsstelle heute noch untergebracht ist. Mithilfe von Professionisten wurde das alte Feuerwehrhaus umgebaut und auch die Gemeinden Biedermannsdorf, Laxenburg und Achau sowie der Lions Club erwiesen sich äußerst großzügig, was die Anschaffung von Rettungsfahrzeugen in den vergangenen 25 Jahren betraf. „Ich habe mich in diesem Punkt immer gefühlt wie in Abrahams Schoß“, lobt Pitsch. Das zeige auch der Ankauf des letzten Sanitätseinsatzfahrzeuges, das bei der 25-Jahr-Feier von Pfarrer Bernhard Mucha gesegnet wurde.

Pitsch will in Zukunft der Jugend den Vortritt lassen

Ein Einsatz, der für Pitsch unvergessen ist, war ein Hilfstransport nach Kroatien, kurz nach Ende des Jugoslawienkrieges. „Wir haben in der Volksschule Biedermannsdorf einen Spendenaufruf gestartet, es ist viel zusammen gekommen. Aber es war auch ein Wahnsinn, mitzuerleben, wie sich die Kinder in Vodice über ein Packerl Mannerschnitten gefreut haben.“

In Zukunft möchte Pitsch kürzertreten, der Jugend den Vortritt lassen und sich einer Passion widmen, die er für sich entdeckt hat: dem Schreiben von Kinderbüchern. Sein Erstlingswerk „Cockopuff“ handelt von einem Hahn, der unbedingt zum Mond fliegen wollte.