Besucherrekord im Marienpark

Erstellt am 29. Juni 2022 | 05:24
Lesezeit: 4 Min
Am Samstag genossen 3.000 Gäste den lauen Sommerabend mit dem krönenden Abschluss: der Lasershow.
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Sehr entspannt waren die „Ridin Dudes“ auf der Bühne, die Songs von Bruce Springsteen bis zu den Beatles mitgebracht hatten. Weniger entspannt waren die Kellnerinnen und Kellner, vor allem bei den Getränkeständen. Die Menschenschlangen wurden nicht kürzer, im Gegenteil. Je näher der Beginn der Lasershow rückte, desto mehr Durstige wollten sich noch mit Wein bei den Winzern Hacker und Geiszler und bei Bierbrauer Helmut Dobritzhofer mit Gerstensaft versorgen. Eine Kellnerin bei Wieneubräu betont: „Die ganze Woche waren hier viele Leute, aber heute, das schlägt wirklich alles.“

„Es ist wirklich toll, was für eine super Stimmung bei uns ist.“

Mitten in der Menschenmenge, an einem der Heurigentische hat Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, mit seiner Gabriela Platz genommen. Er ist sehr zufrieden mit dem Besucheransturm. „Es ist wirklich toll, was für eine super Stimmung bei uns ist. Die Menschen haben offensichtlich das Bedürfnis, wieder rauszukommen und gemeinsam zu feiern.“

Auch das Wetter habe bis auf Mittwochabend mitgespielt. „Die Edlseer mussten eine halbe Stunde früher aufhören, weil es zu regnen begonnen hat. Aber sonst war alles top, es war nicht zu heiß und nicht zu kalt.“ Ein großes Kompliment macht Janschka vor der Lasershow auf der Bühne auch dem Publikum: „3.000 Besucherinnen und Besucher feiern heute mit uns. Ihr habt das Fest zu dem gemacht, was es ist: zu einem Jubiläumsfest.“ Der Applaus für diese Worte war laut, Janschka wünschte sich, „dass man uns im ganzen Bezirk hört“.

Beschwerden von Anrainern bezüglich Lärm habe es keine gegeben. „Die sitzen hier und feiern mit“, schmunzelt Janschka und weist auf eine junge Frau. Dabei handelt es sich um Diane Grobe, die gemeinsam mit ihrem Mann Christian ein historisches Haus neben dem Marienpark gekauft hat.

Die beiden betreiben das Fälschermuseum im 3. Wiener Gemeindebezirk und renovieren das aus 1880 stammende Haus mit großer Sorgfalt und mit viel Liebe zum Detail: „Wir wollten unbedingt ein Haus erwerben, das eine Geschichte zu erzählen hat. Denn wir im Fälschermuseum erzählen auch Geschichten. Und uns ist es wichtig, dass alte Häuser erhalten werden.“ Auf das Thema Lärm angesprochen meint Grobe: „Heuer wurden nur bei der Bühne die großen Lautsprecher aufgestellt. Das war vor zwei Jahren anders, aber weil unser Haus nach hinten rausgeht, haben wir von all dem nicht viel mitbekommen.“

Organisator ist „rundum zufrieden“

Kulturreferent und Organisator Niki Patoschka, UFO, sagt zur Woche: „Ich bin rundum zufrieden, was kann es Schöneres geben, wenn die Leute glücklich sind. Zwar hat es erst so ausgesehen, dass wir Pech haben, weil ein Sänger von Minisex an Corona erkrankt ist. Aber Thorsteinn Einarsson war so ein super Ersatz, ein richtiger Glücksgriff.“

Erfreulich sei auch gewesen, dass „sehr viele Vereine mitgemacht haben. Auch die Sportvereine haben uns sehr unterstützt. Ein Highlight war auch die Eröffnung des Stockschützenplatzes und natürlich der Höhepunkt des Abschlussabends war die Lasershow, die wir vor geraumer Zeit aus Umweltschutzgründen eingeführt haben.“

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