7-köpfige Bande nach 40 Straftaten gestellt!. FAHNDUNGSERFOLG / Fünf Jugendliche in einem PKW am SCS-Parkplatz kamen der Polizei sehr verdächtig vor - Volltreffer!

Erstellt am 27. Juli 2011 (08:13)
Chefinspektor Wolfgang Halwachs von der Polizeiinspektion Vösendorf mit dem Pressesprecher des Landespolizeikommandos, Markus Haindl, und der Pressesprecherin der Sicherheitsdirektion, Christa Prischink. WOHLMANN
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VÖSENDORF / Vor mehreren Wochen halten Exekutivbeamte der Polizeiinspektionen Vösendorf und Wiener Neudorf im Rahmen einer abendlichen Schwerpunktaktion am Mediamarkt-Parkplatz ein Fahrzeug an. Volltreffer: der PKW ist als gestohlen ausgeschrieben, der 19-jährige Sascha Dominik S., der 15-jährige Dalibor S. (beide aus Wien) sowie drei weitere junge Hauptstädter im Alter zwischen 16 und 18 Jahren werden festgenommen und mit entsprechender Akribie vernommen.

Die Beamten der Kriminaldienstgruppe Vösendorf setzen einen Puzzlestein auf den anderen. Schlussendlich steht fest, dass die mehrköpfige Gruppe seit 2007 ihr Unwesen getrieben hat: großteils in Wien - in Wohnungen, Fahrschulen, Kindergärten, Geschäftslokalen; kaum ein Handy oder Fahrzeug war vor ihnen sicher, Übertretungen nach dem Suchtgiftmittelgesetz inklusive.

Alles in allem waren sieben Tatverdächtige unterwegs - stets unter Beteiligung der beiden Bandenköpfe: Bei derzeit nachgewiesenen 36 Einbruchsdiebstählen, zwei unbefugten Inbetriebnahmen von Fahrzeugen und etlichen Suchtmitteldelikten haben die Männer etwa 50.000 Euro Schaden verursacht.

Dalibor S. und Sascha Dominik S. sitzen in Untersuchungshaft, der Rest der Bande wurde auf freiem Fuß angezeigt. Als Grund ihrer Taten gaben sie neben Langeweile an, ihr Taschengeld aufbessern zu wollen. Einige Jugendliche sind dem Suchtgiftmilieu zuzuordnen.

Major Oliver Wilhelm, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant, spart nicht mit Lob für die Beamten: Man sieht, was alles nachgewiesen werden kann, wenn man mit Engagement an die Sache herangeht.

Prucher: klug gewählte  Vernehmungstaktik

Sicherheitsdirektor Dr. Franz Prucher schloss sich den lobenden Worten an: Durch eine klug gewählte Vernehmungstaktik wurde zu den Jugendlichen eine Vertrauensbasis hergestellt. Es war sehr schwierig für die Beamten, die einzelnen Tatorte zu lokalisieren. Dafür mussten unzählige Ausfahrten vorgenommen werden.