Hornbachner verlässt Mödlinger Symphonisches Orchester. Nach knapp zwei Jahren widmet sich der junge Dirigent Felix Hornbachner nun anderen Aufgaben.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 24. August 2019 (06:31)
Schätzle
Felix Hornbachner, hier mit MSO-Obfrau Bernadette Millet-Findler, verabschiedet sich vom Mödlinger Symphonischen Orchester.

Felix Hornbachner kehrt dem Mödlinger Symphonischen Orchester (MSO) den Rücken. Nach knapp zwei Jahren trennen sich die Wege des ambitionierten Ensembles und des aufstrebenden Jung-Dirigenten. Hornbachner hat in dieser Zeit deutliche musikalische Akzente gesetzt.

Doch nun warten neue, große Aufgaben auf ihn. Unter anderem wird er mit dem Grazer Philharmonischen Orchester und dem Wiener Concert-Verein zusammenarbeiten: „Diese Konzertprojekte sind meine ersten großen mit Profiorchestern, darauf freue ich mich natürlich sehr. Ich hätte die Arbeit mit dem MSO sehr gerne weitergeführt, aber ich kann zeitlich meinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, zudem arbeite ich im Februar auch mit dem Symphonieorchester im spanischen Elche zusammen.“

Ich hätte gerne mit dem Mödlinger Symphonischen Orchester weitergearbeitet, aber zeitlich ist dies leider nicht möglich. Felix Hornbachner

Auch Liederabende, unter anderem mit Daniel Johannsen (Die schöne Müllerin) und Wolfgang Banke (Schwanengesang) stehen auf dem Programm. An die Zeit in Mödling erinnert er sich gerne: „Mit dem Orchester Händels Wassermusik zu erarbeiten, war ein spannender Ausflug. Und Schumanns Erste war eine Herausforderung, bei der sich das Orchester selbst übertroffen hat.“

Seitens des MSO bedauert man diese Entwicklung, begegnet ihr aber mit Verständnis: „Wir verstehen, dass ein junger Mensch, der seine Karriere aufbaut, solche Angebote nicht ausschlagen kann, wir trennen uns ja auch in Freundschaft.“

Ursprünglich hätte er auch noch weiter dirigieren sollen, bis zum Silvesterkonzert 2019/20, aber dann habe sich beim Abgleich der möglichen Probentermine herausgestellt, dass er von den geplanten Proben nur die Hälfte hätte leiten können. „Das hat dann keinen Sinn“, bedauert man beim MSO.

Nun wird sowohl das nächste Konzert am 12. Oktober als auch das Silvesterkonzert von der slowenischen Dirigentin Jera Petricek-Hrastnik übernommen. Sie leitet das Slowenische Kammerorchester und war auch schon bei Proben mit dem MSO dabei. Unter anderem ist sie am Dirigentenpult für Azis Sadikovic, der als Gastdirigent beim MSO war, eingesprungen.

Im September wird das MSO den neuen Mann am Dirigentenpult vorstellen.