Motorradfahrer zog nach Notbremse auch die Pistole. Mann fühlte sich auf seinem Bike von einem Autofahrer bedrängt und schoss auf Lenker.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. September 2020 (04:19)
Mit einer Schreckschusspistole versetzte ein Motorradfahrer bei Achau einen Autolenker auf der Autobahn in Angst und Schrecken.
Shutterstock/Sasun Bughdaryan

Wegen diverser Vorfälle mit seinen Nachbarn stand ein Burgenländer, 53, in Wr. Neustadt vor Gericht. Hauptanklagepunkt war allerdings die Abgabe eines Schusses auf der Autobahn durch den Angeklagten. Der Mann bekannte sich vor Gericht nur für den Schuss schuldig und gab an, dass er im Juni nach einem weiteren Streit mit seinen Nachbarn beschlossen hatte, einen Freund in Vösendorf zu besuchen.

Die Waffe, es war eine Schreckschusspistole, hatte er kurz zuvor gekauft. Warum er die in seine Motorradjacke gesteckt hat, wisse er nicht mehr. „Bei Achau fuhr ein Fahrzeuglenker vor mir von rechts ohne schauen auf die Überholspur raus. Ich hab das Motorrad fast nicht mehr bremsen können.“ Nach dem Manöver habe er sich die Jacke gerichtet und dabei die Pistole bemerkt. „Ich habe sie rausgenommen und geschossen. Es tut mir extrem leid. Ich bin von mir selbst überrascht, dass mir so etwas in meinem Alter noch passiert.“

Er habe dann in weiterer Folge in Guntramsdorf die Autobahn verlassen, sei stehen geblieben, habe versucht, sich zu beruhigen „und dann kam eh schon die Polizei“. Auf den Vorhalt des Richters, dass niemand in so einer Situation sehen könne, dass das nur eine Schreckschusspistole ist, entschuldigte sich der Mann nochmals für die Tat. Er wurde, nicht rechtskräftig, auch wegen Vorfällen im Zuge der Nachbarschaftsstreitereien, zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem wurde Bewährungshilfe angeordnet.