Perchtoldsdorf: 72 Stunden Gutes tun

Der Weltladen in Perchtoldsdorf nimmt als einzige Institution im Bezirk an der Aktion der Katholischen Jugend teil.

Erstellt am 09. Oktober 2021 | 06:11
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Der Faire Trade Laden in Perchtoldsdorf hat sich auf Mode spezialisiert. Hier zeigt Corina Strecha eine große Auswahl an Seidenschals.
Foto: Jandrinitsch

72 Stunden ohne Kompromiss heißt es wieder vom 13. bis 16. Oktober. In dieser Zeit soll ein Projekt verwirklicht werden oder auf ein bestimmtes Anliegen aufmerksam gemacht. Der Weltladen in der Wiener Gasse will vor allem die Grundidee vom Fairen Handel vermitteln, wie Corina Strecha im Geschäft erklärt.

„Bei uns hat sich eine Gruppe von fünf Jugendlichen aus dem Gymnasium St. Ursula aus Wien beworben, wir haben Kontakt zu dieser Schule, weil wir mit fairen Produkten das Schulbuffet beliefern“, erzählt Strecha. Als zweiter Schwerpunkt wurde das Thema Klimagerechtigkeit gewählt. „Da passt es gut, dass vom 31. Oktober bis 12. November in Glasgow der internationale Klimagipfel stattfinden wird“, erläutert Strecha.

Welchem Projekt sich die Schülerinnen und Schüler widmen werden, das sollen diese selbst erarbeiten, wenn sie sich am 13. Oktober das erste Mal in Perchtoldsdorf treffen.

„Natürlich wollen wir mit den Schülern auf fairen Handel, der ja eine Voraussetzung für Klimagerechtigkeit ist, aufmerksam machen. Und die Jugendlichen anhand unserer Produkte für dieses Thema sensibilisieren. Doch in welcher Art und Weise das geschieht, müssen die Jugendlichen selbst entscheiden“, sagt die Weltladen-Mitarbeiterin. Es komme eben darauf an, „was den Jugendlichen liegt und welche Ideen sie entwickeln“.

„Die Schüler sollen Botschafter des fairen Handels werden.“ Corina Strecha

Eine Idee, die sehr einladend klingt, soll unbedingt vermittelt werden: „Wir wollen eine mobile Modeschau am Freitag vor der Bücherei organisieren. Freitags ist die Bücherei immer geöffnet, und unser Weltladen ist auf faire Kleidung spezialisiert“, merkt Strecha an. Die Jugendlichen werden von 9 Uhr am Morgen bis sechs Uhr am Abend im Einsatz sein. Eine Übernachtungsmöglichkeit ist aufgrund der Wiennähe nicht vonnöten. Am Samstag wird der Abschlussgottesdienst gefeiert.

Das Ziel ist für Strecha klar: „Die Schüler sollen Botschafter des fairen Handels werden.“