St. Gabriel: Demo für "Zusammenhalt". Elisabeth Klatzer aus Maria Enzersdorf hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Übersiedlung der jugendlichen Flüchtlinge von Drasenhofen nach St. Gabriel ein Zeichen gesetzt und die Initiative „#zusammenHaltNÖ“ ins Leben gerufen – die Mödlinger NÖN berichteten.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 11. Dezember 2018 (19:27)
Schätzle

„Wir sagen Halt zu dieser menschenverachtenden Politik, zu den Gemeinheiten gegen geflüchtete, schutzsuchende Menschen, gegenüber allen, die wenig haben: wenig Geld und Chancen, sich zu wehren.“ Das brauche keine aufwendige Organisation: jeden Sonntag um 17 Uhr trifft man sich vor allem vor St. Gabriel. Nicht nur dort, wenn es nach Klatzer geht: „In unseren Gemeinden, da, wo wir sind, wo wir leben. Vor dem Gemeindeamt, vor der Kirche.“ Als Zeichen für „#zusammenHalt in Niederösterreich“ komme man „zusammen, wir tauschen uns aus, mit Kerzen in der Hand, und wir tragen eine Wäscheklammer als Zeichen für den Zusammenhalt“.

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Provinzial Stephan Dähler von den Steyler Missionaren - St. Gabriel ist Sitz der Provinzleitung - sieht als „internationale katholische Ordensgemeinschaft, die christlichen Werten verpflichtet ist, die Achtung vor der Würde jeder menschlichen Person als unverzichtbar an. Wenn Jugendliche auffällig werden, gehören sie nicht weggesperrt, sondern es müssen ihnen die notwendigen Hilfen zur Verfügung gestellt werden. Dass das nun im Caritashaus St. Gabriel geschieht, freut uns sehr, genauso wie die vielfältige Unterstützung aus der Bevölkerung“. Dähler weiß aber auch um die Sicherheitsbedenken mancher Mitbürger und Mitbürgerinnen. „Wir Ordensleute wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft des Caritashauses. Wir fürchten uns nicht. Wir vertrauen darauf, dass durch das Zusammenwirken vieler ein friedliches Miteinander gelingt, und dass die Liebe letztlich stärker ist als der Hass.“