Alle Tirolerhofer nun „Landsleute“. BESIEGELT / Es ist geschafft. Perchtoldsdorf und Kaltenleutgeben haben Grenzen neu gezogen.

Erstellt am 25. Januar 2012 (00:00)
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VON CHRISTOPH DWORAK

PERCHTOLDSDORF / Der eigentliche Auslöser für diesen Schritt sei die Zukunft des Steinbruchs gewesen, betonte Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, im NÖN-Gespräch. Der lag auf Kaltenleutgebener Gebiet, beeinträchtigt aber das Perchtoldsdorfer „Tirolerhof“-Leben.

Zudem sei es erklärtes Ziel gewesen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen: „Am Tirolerhof leben etwa zehn Personen auf Kaltenleutgebener Gebiet. Auch das Klubhaus der Sportunion, das uns auch als Wahllokal dient, lag in der Nachbargemeinde.“

Eben jene Personen hätten grundsätzlich ihren Kindergarten, Schule oder Gemeindeamt über dem Berg im nächsten Tal.

In Vorgesprächen und Erhebungen hat sich Perchtoldsdorf also mit Kaltenleutgeben auf einen Grundstückstausch geeinigt.

Kaltenleutgeben erhält dafür ein ebenso 58 Hektar großes Grundstück im Bereich des ehemaligen Perlmooser Areals: „Das ist von Kaltenleutgeben aus viel besser zu erschließen“, betont Schuster. Ebendort sind vier Personen betroffen, die nunmehr zu Kaltenleutgebnern werden.

Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, ist zufrieden: „Wir hatten immer das Problem, keine Flächen für den Ausbau neuer Betriebe zu besitzen. Daher haben wir die Absicht, aus dem neuen Grundstück Gewerbegebiet zu machen und dort Betriebe anzusiedeln. Wohnbebauungen sind nicht geplant.“ Noch eines ist seit der Grenzziehung neu. Perchtoldsdorf hat erstmals eine Grenze mit der Hinterbrühler Katastralgemeinde Weissenbach.