"Anne Frank" in Mödling

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 11:12
Lesezeit: 7 Min
Anne Frank (1929 bis 1945) und ihr Tagebuch gelten als bedrückende und beeindruckende Symbole gegen die Unmenschlichkeit des Völkermordes in der Zeit des Nationalsozialismus'. Autor Norbert Holoubek hat die Geschichte für das neueste teatro-Musical in berührende Formen gegossen, Walter Lochmann die Musik von Raffaele Paglione adaptiert und für die Liveband arrangiert. Das Gesamtwerk ist alles in allem ein mehr als nur bedeutender weiterer Beitrag anlässlich des "Internationaler Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" am 27. Jänner.
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teatro betritt Neuland. Kein gewohnt Happy-Pepi-fröhlich-Musical, sondern eines mit Tiefgang. Eines, das aktueller denn je ist. „Es gibt gute und schlechte Menschen. Sie haben eines gemeinsam: sie machen Fehler“. Oder: „Der Krieg kommt nicht bis hier her“, hoffte nicht nur die Familie Frank, als sie 1934 den Weg ins vermeintlich sichere Amsterdam antrat. Unvorstellbare 761 Tage harrten die aus Deutschland Geflüchteten im Versteck aus. 

Das grandiose Ensemble rund um Juliette Khalil in der Titelrolle zeigt lückenlos auf, was es heißt, den Spagat zwischen „Den Humor nicht verlieren“ und der ständigen Angst – „Die Juden warten, die Christen warten, die ganze Welt wartet auf den Tod“ - zu schaffen. 

Die schlussendliche Botschaft nach dem erschütternden wie berührenden Ende ist unüberhörbar: „Es ist das Ende vom Anfang. Eines Tages werden uns die Menschen dafür bewundern.“

Welturaufführung am Freitag, 19.30 Uhr, in der Stadtgalerie. Weitere Vorstellungen bis 2. Februar.

www.teatro.at

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