Gaaden: "Aussichtswarte neu" gesichert . Die „Kaiser-Jubiläums-Warte“ am Anninger musste 2019 nach einer bautechnischen Begutachtung für Besucher aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Die Kosten der notwendigen umfangreichen Sanierung und Restaurierung konnte der für die Warte verantwortliche „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ nicht allein tragen. Die intensiven Bemühungen um finanzielle Unterstützung tragen nun Früchte.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 03. November 2020 (11:50)
Die Jubiläums-Warte wird abgetragen und durch einen Neubau ersetzt.
„Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“

Professor Johann Graf,  Gründer der Novomatic-Gruppe, hat sich bereit erklärt, aus  privaten "Kunst- und Kulturförderung"-Mittel 250.000 Euro beizusteuern. Er wolle das in die Naturlandschaft des Wienerwalds eingebettete Baujuwel für Erholungssuchende bewahren. „Mir ist es persönliches Anliegen, den Erhalt der Jubiläumswarte am Anninger im Bezirk Mödling sicherzustellen sowie den Familien als beliebtes Ausflugsziel anzubieten“. Vereinsobmann Leopold Lindebner war bei den finalen Gespräche persönlich mit dabei und bedankte sich "mit großer Hochachtung über diese generöse Unterstützung" des Naturliebhabers Professor Graf, der "in diesen Zeiten voller Unsicherheit und Zukunftsängsten unserem kulturhistorischen und umweltrelevanten Projekt eine Unterstützung in dieser Dimension zukommen lässt“.

Auch die Landeswirtschaftsagentur ecoplus wird sich an der Neugestaltung finanziell beteiligen. Das vor allem im Zusammenhang mit einem touristischen Gesamtkonzept rund um den Anninger. Nicht zu vergessen auf die Beiträge der sechs Anninger-Gemeinden Gaaden, Hinterbrühl, Mödling, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen und Wiener Neudorf, die "in finanziell herausfordernden Zeiten ihre Beiträge leisten", betonte Lindebner.

Die Vorarbeiten zur Neuerrichtung der Warte sind bereits angelaufen. Professor Graf wünsche sich eine 25 Meter hohe Warte, damit nicht immer Bäume gestutzt werden müssen, um die Sicht freizuhalten, merkte Lindebner an; die alte Warte war 15 Meter.

Mit "Stahlbau Unger" hat der Verein bereits ein Unternehmen bei der Hand, die sich ums Einreichprojekt kümmert. Die entsprechenden Pläne werden dann allen Förderstellen vorgelegt, ehe die beste "schlanke und elegante Stahlkonstruktion" realisiert wird. 

Der Zeitplan ist jetzt, da die Finanzierung gesichert ist, ein ambitionierter. Mitte 2021 soll bereits Eröffnung gefeiert werden. "Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns", macht Lindebner deutlich. "Aber mit unserem engagierten und freiwilligen Vereinsteam werden wir die auch schaffen."