Wirbel um Rodung in Maria Enzersdorf . „Waldstreifen“ an der Johannesstraße wurde auf Anordnung der Straßenverwaltung umfassend bearbeitet.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 07. Februar 2020 (03:17)
Blick auf die Baumreihen entlang der Johannesstraße vor den Sicherungsmaßnahmen.
privat

Nach den jüngsten Abholzungen entlang der Johannesstraße (Bereich Stojanstraße bis Urlaubskreuzstraße) protestieren die Grünen mit Wolfgang Bernhuber an der Spitze: „Am Tag nach der Wahl hat es die größte Waldvernichtung gegeben, seitdem ich in Maria Enzersdorf bin – und das sind schon gute 30 Jahre.“

Weiters stellt er in den Raum: „Wie kann es sein, dass in Zeiten der Klimakrise die Partei, die ,Umweltschutz’ propagiert so einen Unsinn zulässt. Wir fordern eine Aufforstung der verlorenen Flächen und Aufklärung, wer das gewusst hat und wieso es nicht verhindert wurde.“

Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, stellt klar: „Es gibt kein Einwirken in den Privatbesitz, das entzieht sich meinem Kompetenzbereich. Die Gemeinde ließ im Bereich Liechtensteinstraße und Johannesstraße 62, der sich in unserem Besitz befindet, nur 15 kranke Bäume entfernen. Wie groß die Maßnahme im Bereich des Besitztums Liechtenstein ist, habe ich nicht gewusst.“

„Es gibt kein Einwirken in den Privatbesitz, das entzieht sich meinem Kompetenzbereich"

Hans Jörg Damm, Betriebsleiter Stiftung Fürst Liechtenstein in NÖ ergänzt: „Das war keine Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Wir haben ein Schreiben der Straßenverwaltung bekommen, dass viele abgestorbene oder faule Bäume, auch durch das Eschentriebsterben, die Straße gefährden. Da wir voll haften, wenn etwas passiert, mussten wir umfassend handeln. Viele junge Pflanzen sind stehengeblieben, die in den nächsten zwei Jahren wieder hochwachsen. Sollte irgendwo eine Lücke bleiben, kann ich eine Ersatzaufforstung zusichern.“