Bildung als Provokation - ein Diskurs. Der österreichische Philosoph Konrad Paul Liessmann stellt die Frage in den Raum, ob Bildung den Menschen wirklich verändert? Am Sonntag, 27. Oktober, 20 Uhr im Festsaal der Burg Perchtoldsdorf.

Von Brigitte Wimmer. Erstellt am 22. Oktober 2019 (14:55)
Heribert Corn
Der österreichische Philosoph Konrad Paul Liessmann.

Konrad Paul Liessmanns treffende Diagnose über das Dilemma unseres Bildungssystems. Alle reden von Bildung. Sie wurde zu einer säkularen Heilslehre für die Lösung aller Probleme – von der Bekämpfung der Armut bis zur Integration von Migranten, vom Klimawandel bis zum Kampf gegen den Terror.

Während aber „Bildung“ als Schlagwort in unserer Gesellschaft omnipräsent geworden ist, ist der Gebildete, ja jeder ernsthafte Bildungsanspruch zur Provokation geworden. Liessmann begibt sich sowohl in die Niederungen der Parteienlandschaft als auch in die Untiefen der sozialen Netzwerke, er denkt über den moralischen Diskurs des Zeitgeists nach und darüber, warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen.