Breitenfurt: Zirkustiere sind bestens versorgt. Tierrechtsorganisation aus Deutschland fordert verstärkte Kontrollen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 28. Februar 2021 (02:11)
Symbolbild
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„PETA“ ist die größte Tierrechtsorganisation Deutschlands und streckt aktuell die Fühler bis Breitenfurt aus. PETA-Fachreferentin Yvonne Würtz ist die prekäre Situation bewusst: „Durch den andauernden Lockdown dürfen Zirkusse weiterhin nicht auftreten und haben schon öffentlich um Geld- und Futterspenden gebeten. Auch Circus Candy ist betroffen und mit mehreren Tieren, darunter Kamele, Ponys, Pferde und Ziegen, in Breitenfurt gestrandet.“

Deshalb appelliere die Organisation an das Zirkusunternehmen, „die Tiere dauerhaft an Lebenshöfe, zoologische Einrichtungen oder geeignete Auffangstationen abzugeben und bitte die Behörden „die Versorgung der Tiere sicherzustellen und bei der Vermittlung zu unterstützen“.

Bezirkshauptmann Philipp Enzinger beruhigt im NÖN-Gespräch: „Wir sind als Veterinärbehörde in dieser Sache in Breitenfurt aktiv. Es erfolgen regelmäßig amtstierärztliche Kontrollen, das Interesse der Bevölkerung ist groß – es gibt einen regelrechten Andrang von Leuten, die Spenden bringen und die Tiere füttern – und auch kritische Stimmen. Aber: Der Allgemeinzustand aller gehaltenen Tiere ist gut.“

Auch seitens der Gemeinde und der Landwirte werde der Zirkus unterstützt, betont Enzinger. „Es wird Futter und Einstreu gespendet, geliefert und der Mist entsorgt. Den Kamelen und Ponys stehen Außengehege zur Verfügung. Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer und der Witterung ist die Bodenbeanspruchung in den Gehegen groß, daher werden die Pferde und Ponys zusätzlich spazieren geführt.“

Auch bei „Bellini“ in Gaaden alles okay

Die Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft Mödling werde weitere Kontrolle durchführen, um auch die Frage, wie lange der Zirkus noch bleiben will, abzuklären. Zudem versichert Enzinger, dass man auch den in Gaaden gestrandeten Zirkus Bellini behördlich im Auge habe. Ebendort wird in den nächsten Tagen die Auslaufzone für die Tiere erweitert, sagte Enzinger.