Gaaden: Vom Mühlteich zum Müllteich

Erstellt am 13. August 2022 | 05:45
Lesezeit: 2 Min
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Wo einst der Fischteich der Heiligenkreuzer war, entsteht nun eine Wohnhausanlage.
Foto: privat
Wo heute eine moderne Wohnausanlage entsteht, fischten einst die Heiligenkreuzer.
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Alteingesessene Gaadener wissen es noch: Dort, wo auf der „Muckwiese“ eine Wohnhausanlage entsteht, war einst ein Teich, das Fischgewässer des Klosters Heiligenkreuz. „Im Winter war der Teich zugefroren und die Kinder konnten darauf eislaufen“, weiß Ilona Gälzer, die sich eingehend mit der Ortsgeschichte befasst.

Auch Ortschef Rainer Schramm, Wir Gaadner, und Museums-Lady Margit Matzen auer bestätigen: „Es war der Mühlteich, der – gespeist vom naheligenden Bach – zur Mühle der Bäckerei führte.“

„Es wurden Autoreifen gefunden und Plastik, von Autos weiß ich nichts.“

Vor einigen Jahrzehnten wurde der Teich zugeschüttet. Nun entsteht dort eine Wohnanlage und beim Ausbaggern wurde man mit dem damals anderen Verständnis der Müllentsorgung konfrontiert. Berichten zufolge, wurden sogar zwei Autos ausgegraben. Dies kann Schramm „nicht glauben: „Es wurden Autoreifen gefunden und Plastik, von Autos weiß ich nichts.“

An den Teich erinnert beim Ausheben der Baugrube auch der, für die derzeitige sehr niederschlagsarme Trockenperiode, ungewöhnlich hohe Grundwasserspiegel. „Die Gruben wurden etwa drei Meter tief ausgehoben und trotz der Trockenheit stand dort das Wasser einen halben Meter hoch“, erzählt ein Beobachter.

Der Erteilung der Baugenehmigung ging ein längerer Planungsprozess voraus. „Die Sache wurde von der Abteilung Wildbach- und Lawinenverbauung geprüft“, weiß Schramm: „Es gibt Auflagen, die Gebäude sind 80 cm unter Niveau und müssen durch eine Mauer um das Haus herum geschützt werden; und bis diese errichtet ist, wurde ein Damm aufgeschüttet.“

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