Babenbergerhof: Hauben im Anflug. Roman Wurzer (26), Zwei-Hauben-Koch aus Mödling, kehrt völlig überraschend zu den Wurzeln zurück.

Erstellt am 23. Juli 2014 (07:39)
NOEN, Dworak
Carl Breyer (2.v.r.) mit seiner Irene, Restaurant-Leiter Markus Schönbichler (r.) und Küchenchef Roman Wurzer, der zwar persönlich über zwei Hauben verfügt, der Babenbergerhof daselbst darf sich aber - noch - nicht damit schmücken.

MÖDLING / Babenbergerhof-Chef Carl Breyer ist ein Coup gelungen. Zwei-Hauben-Koch Roman Wurzer, der im Mödlinger Traditionsbetrieb vor elf Jahren seine Kochlehre begonnen hat, kehrt zu den Wurzeln zurück. Nach mehreren Stationen bei kulinarischen Hochkarätern ist der „Junge Wilde“ (2010) mittlerweile zum begehrten Küchenchef geworden.

„Meine zweite Familie, das ist der Babenbergerhof“

Vom „Prato im Palais“ aus Graz, das Ende 2013 Insolvenz anmelden musste, kehrt Wurzer in seine Heimatstadt retour: „Meine zweite Familie, das ist der Babenbergerhof“, meint Wurzer, wenn man ihn nach einem seiner Gründe für die Rückkehr fragt. „Der Kontakt ist nie abgerissen“, betont Breyer: „Roman ist fachlich und menschlich ein Super-Küchenchef.“ Die beiderseitigen Erwartungshaltungen sind durchaus hoch.

"Wollen Niveau und Qualität heben, aber weiterhin sympathisch bleiben“, Carl Breyer

Wiewohl Breyer es im NÖN-Gespräch nicht ausspricht, merkt man, dass ihm doch einiges daran liegt, wieder eine Haube in den Babenbergerhof zu holen. „Wir wollen gemeinsam mit Roman Niveau und Qualität heben, aber weiterhin sympathisch bleiben“, sagt Breyer. Es müsse niemand Angst haben, dass der Babenbergerhof zu einem Schickimicki-Restaurant werde. Wurzer freut sich auf die Aufgaben, die offiziell im August ihren kulinarischen Lauf nehmen werden: „Hier habe ich die Bühne und meinen Freiraum.“ Er verspricht „eine Überraschungswelt in der Küche. Modern, verspielt, traditionell, unkompliziert“.

Für Wurzer zählen Nachhaltigkeit und Regionalität

Bei aller Experimentierfreudigkeit – „Sonst geht ja genusstechnisch nix weiter“ – zählen für Wurzer Nachhaltigkeit und Regionalität. Unter anderem wird es einen Wienerwald- Hochlandrinder-Schwerpunkt geben, verrät Wurzer schon einmal. Auch Hotelgäste können sich freuen. Künftig wird das Brot selbst gebacken, auch die Marmelade fürs Frühstücksbüfett steuert Wurzer bei.