1.168 Erstklassler starten ins neue Schuljahr. Im kommenden Jahr wagen sich die Schulen an neue Versuche und sehen der Veränderung optimistisch entgegen.

Von Kristina Mitrovic. Erstellt am 06. September 2017 (04:22)
Schulstart für Timo, Sandra und Gerald (v.l.) – hier mit Direktorin Ulrike Herbst – in der Volksschule Hyrtlplatz.
Von Kristina Mitrovic

Schulbeginn. Geleichbedeutend mit neuen Mitschülern, neuer Sitzordnung, neuen Fächern oder sogar einer neue Schule. Die Anzahl der Klassen und Schulbesucher in Mödling sei „weder stark gestiegen noch gesunken“, berichtet Pflichtschulinspektorin Monika Dornhofer.

Im Bezirk Mödling beginnen insgesamt 1.168 Erstklassler in 53 Klassen ihre Schullaufbahn. Einzige personelle Veränderung an der Spitze: Barbara Eschner hat in der Hermann Gmeiner- Schule in Hinterbrühl die Nachfolge von Hildegard Weiss (Pension) als – vorerst interimistische – Leiterin angetreten. Zudem unterrichten im Bezirk Mödling 30 neue Lehrkräfte.

"Alle Potenziale der Kinder zu stärken und zu fördern, sehe ich als große Aufgabe jedes Pädagogen.“ Pflichtschulinspektorin Monika Dornhofer

Pflichtschulinspektorin Monika Dornhofer freut sich auf die Herausforderungen: „Für das kommende Schuljahr sehe ich unsere Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule in der Schuleingangsphase weiter auszubauen. Wir sind auf einem guten Weg, dass sich die Kindergartenstandorte und die Volksschulen miteinander bestens vernetzen. Und im Sekundarbereich ist es wichtig, nicht nur die Grundkompetenzen zu sichern, sondern auch den sensiblen Umgang mit den Neuen Medien.“

Großes Thema der Bildungsreform sind die Ganztagsschulen. „Es gibt, so gesehen, keine Ganztagsschule im Bezirk. Es gibt nur eine schulische Tagesbetreuung, die in einer verschränkten und in einer getrennten Form unterteilt wird“, erklärt Dornhofer.

Bei der „verschränkten Form“ müssen alle Kinder täglich bis 16 Uhr in der Schule anwesend sein, weil sowohl Unterricht als auch Freizeit angeboten werden.

Die getrennte Form bedeute, dass am Vormittag Unterricht herrscht und am Nachmittag die Hausübungen erledigt werden können – mit anschließender Freizeitbeschäftigung. Die Lehrer sind hierfür zuständig. Dornhofer betont, dass dies nicht mit einem Hort gleichzusetzen ist. „Eltern sind natürlich auch befugt, ihre Kinder zu einer beliebigen Zeit anzumelden und abzuholen“, ergänzt die Pflichtschulinspektorin.

Egal, wie der Unterricht ausfällt, für Dornhofer ist klar: „Wir lernen ein Leben lang. Dieses Bewusstsein zu haben und alle Potenziale der Kinder zu stärken und zu fördern, sehe ich als große Aufgabe jedes Pädagogen.“

Ausbau Keimgasse erst ab Sommer/Herbst 2018

Im Bundesgymnasium Keimgasse werden derzeit alle Vorbereitungen für den Ausbau der Schule getroffen. „Momentan ist die Totalsanierung des alten Gebäudes geplant. Aus diesem Grund verzögert sich das Projekt etwas“, erklärt Direktor Michael Päuerl. Die Renovierung und Erweiterung der Schule werden trotzdem in Einem geplant und zusammen durchgeführt. „Die Entwürfe werden gerade erstellt und im November eingereicht. Genau kann ich es noch nicht sagen, aber im Sommer oder Herbst des kommenden Jahres können wir mit dem Bau beginnen“.