Mödling

Erstellt am 13. Dezember 2017, 05:23

von Christoph Dworak

Aufritt beim Neujahrskonzert: Mit der Zither per Du. Barbara Laister-Ebner spielt vor Millionenpublikum „Geschichten aus dem Wienerwald“-Solo.

Barbara Leister-Ebner hat beim Neujahrskonzert der Wr. Philharmoniker ihren großen Auftritt.  |  Evi Bauer

Die Josef Deyl-Gasse in Perchtoldsdorf ist das Zentrum der Zithermusik. Ebendort hat die „Laister“-Dynastie ihre musikalischen Zelte aufgeschlagen, unterrichtet Liebhaber des nicht alltäglichen Saiteninstruments und probt selbst für die verschiedensten Auftritte.

Zither-Virtuosin Monika Kutter wohnt gleich gegenüber der privaten „Musikschule“, Schwester Barbara Laister-Ebner, ebenfalls eine Fixgröße der Zither-Szene, in Wien-Liesing.

Vor wenigen Tagen ereilte das Duo ein überraschender Anruf. Eine Einladung zum Vorspielen. Nicht zu irgendeinem: Maestro Riccardo Muti hat im Zuge des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker Johann Strauss’ „Geschichten aus dem Wienerwald“ ausgewählt und sich nunmehr auf die Suche nach einem Zither-Spieler gemacht, ist doch dieses Stück untrennbar mit dem Saiteninstrument-Solo verbunden.

"Das wir ein ganz neues Kapitel"

Laister-Ebner nahm die Herausforderung an, packte die Gelegenheit beim Schopf; so wie andere neun aus ganz Österreich auch – und erhielt vor den Augen und Ohren Mutis den Zuschlag: „Das wird ein ganz neues Kapitel für mich“, freut sich Laister-Ebner. „Ich werde mir vorstellen, nur vor dem Publikum im Musikvereinssaal zu spielen, nicht vor den vielen Millionen hinter den Fernsehgeräten.“ Ihr bislang „größter“ Auftritt sei auf einer China-Tournee vor 10.000 Besuchern gewesen. Nervenstärke habe sie auch schon bewiesen: „Bei einem Gastspiel in Japan hat just bei meinem Solo die Erde zu beben begonnen. Ich hab‘ weitergespielt.“

Ab 27. Dezember wird intensiv geprobt, das „Wienerwald“-Solo an sich würde ihr „kein Problem bereiten“. Alleine, die Erfahrung fehle, wie und ob sich das Neujahrskonzert-Flair auf die Nerven schlagen wird.